Donnerstag, April 19, 2018

Nupsi

Sie erinnern sich noch an den Riesenschreck im Herbst wegen des Nupsis (und ja, eigentlich ist Nupsi nicht der richtige Ausdruck, weil ein Nupsi ja AUF was drauf ist und nicht IN was drin, aber meine Güte, Nupsi-Polizei (das Gesrpäch mit den Kollegen über Kuchennupsis hallt noch etwas nach) und die Biopsie und alles ist gut?  Ich auch.
Und auch daran, dass ich ein halbes Jahr spatter nochmal zur Kontrolle kommen sollte und mir auch überlegen sollte, ob mich der Nupsi auch im Wissen, dass er harmlos ist, so stören würde, dass ich ihn loswerden wollen würde.

Das habe ich und die Antwort ist einfach: ich habe ihn entdeckt, weil er echt wirklich weh tut, wenn man hinkommt und das tut man relativ häufig (nicht nur bei Honkahonka, sondern ganz banal beim Umhängetaschetragen und, das stört mich besonders, wenn sich ein Kind von rechts an mich drankuschelt. Mittlerweile zucke ich da schon automatisch zurück und das ist sehr schade), also: raus damit, vor allem, wenn das, wie angekündigt, keine grosse Sache ist.


Also. Der Nachkontrolltermin war heute und ich dachte erst, ich ware gar nicht nervös, aber mein Bauch* sagte anderes. Aber: alles super, das Ding ist immer noch da (ach?), immer noch genau gleich gross, hat immer noch die gleiche Minizyste drin, die es auf dem Ultraschall wie ein Auge ausschauen lässt, ist immer noch blutversorgt und kann also raus.


Demnächst werde ich also vom Unispital aufgeboten, um das alles zu besprechen und dann wird das schon warden. OP mit Narkose gehört jetzt nicht zu meinen Favoriten (ich bin ja ein Kontrollfreak (ach?) und deshalb kann ich mit Vollnarkosen nicht gut umgehen, ausserdem habe ich danach immer Kreislauf und Kotzerei), aber an mir rumschnippeln und ich bin wach, das kann ich noch weniger haben.


Also dann: auf gehts!


Sonst so: Zeug erledigt, ich muss mir jetzt tatsächlich eine sichere Trittleiter organisieren, weil jemand als "Safety Moment" geshared hat, dass es sehr gefährlich ware, dass ich beim Aufhängen der neuen SHE-Blätter auf einen Stuhl geklettert ware, und morgen habe ich freifreifrei (auch schon eingetragen: der Dienstag nach Pfingsten und vielleicht nehme ich total krass auch noch den Montag vor dem ersten Mai frei. NUR FÜR MICH GANZ ALLEIN, die armen Kinder haben nämlich Schule.)




Stressleveldurchschnitt gestern: 35




Selbstbeweihräucherung: ich habe sehr uncool, aber gerade noch rechtzeitig mitten im Satz abgebrochen, als es um die Trittleiter ging und ich ausholte, dass wir vielleicht noch eine Seilwinde und ein Gstältli organisieren sollten, weil von einer Trittleiter fällt man schnell und ... guckt mal da draussen: ein Kindergarten geht vorbei!




*Symbolausdruck, nech?

Mittwoch, April 18, 2018

Pustekuchen

Gar nicht sooooo lang gelesen, schrecklich schlecht geschlafen (heute abend kommt der Hübsche wieder), irgenwann, als ich zwischen 3 und 5 immer wieder aus Alpträumen hochschreckte, verfestigte sich in meine Kopf der Gedanke, dass es eh Wochenende wäre und ich total lang ausschlafen könnte. Der Wecker um sechs riss mich dann aus dem Tiefschlaf und ich war sehr verwirrt und erst im Bad vor dem Spiegel wurde mir klar, dass es noch far from Wochenende ist.

Nun ja. Letzte Runde Frühstarthomeoffice, ich hatte mir als Ziel für heute (neben den fest angesetzten Meetings, den unerwarteten Feuerwehraktionen und dem aus Prokrastinationsgründen eh passierenden Stiftespitzen, Briefumschläge ordnen und Ordner alphabetisch sortieren*) gesetzt, den „Besinnungsaufsatz“ für die Bewerbung für die Nominierung für ... ach, es ist kompliziert fertig zu schreiben, also 5 Fragen in nicht mehr als 300 Worten zu beantworten. Und wah, trotz schon fertigem Draft zog sich das bis halb vier (klar, zwischendrin viel Zeug, wie „Sounding Board“** mit der neuen Oberchefchefin, Kantinengeburtstagstorte essen, Italienupdates, mit Kollegen Personalrestaurantsgeburtstagstorte essen und anhand von Macarons die Unterschiede von "Nupsi" und "Pinöppel" erklären), ich habe es sogar geschafft, meine 400 Wörter, die ich für eine Frage verwendet hatte, durch schmerzendes Streichen von ein paar eingestreuten Witzchen und Anekdoten, die ich mir jetzt halt für das Interview aufhebe, auf punktgenau 300 runterzubekommen (mein erster Plan war: ich sage: so, da sind es mehr, dafür sind es bei den anderen weniger und in der Summe passts, aber dann las ich nochmal die Anforderungen und da stand „Not more than 300 words, shorter replies welcome“ und, tja, sorry, Witzischkeit.).

Relativ früher Bus nach Hause, letzte TC mit Italien dann von dort aus, weil ich unbedingt noch mein Sportelprogramm unterbringen möchte, bevor ich heute noch zum Pfadielternrathock gehe und dann auch noch der Hübsche nach Hause kommt und ich mich voll gern mal wieder mit ihm unterhalten möchte, bevor er am Freitag schon wieder nach Paris abdüst.
Die TC ist ein bisschen schwierig, weil erst die Verbindung via VPN so schlecht ist, dass ich alles via Smartphone machen muss und das dauert ein wenig, dann weil auf einmal ein Dokument, das 5 Minuten vorher geschickt wurde UNBEDINGT HEUTE ABEND NOCH UNTERSCHRIEBEN WERDEN MUSS (und zwar händisch auf Papier und daheim sind wir papierlos d.h. drucker- und scannerlos unterwegs) und ich habe ehrlich gesagt genau NULLKOMMANULL Lust jetzt, wo ich seit ca 13 Stunden arbeite nochmal loszulaufen zur Aussenstelle bei uns im Dorf, dort einen Drucker zu finden und dann zu drucken und zu scannen und bin versucht zu sagen: „sorry, Pech gehabt, ihr kriegt es morgen früh, das muss reichen“, aber dann finde ich im 5. Anlauf noch einen Kollegen, der noch nicht auf dem Heimweg ist und schicke ihn zum i. V. –Unterschreiben.

Sporteln ist dann ein wenig unentspannt, weil Little L. schon überfällig fürs Heimkommen von der Geburtstagseinladung ist, das lässt sich dann aber klären (der Hübsche ist nicht nur im Klassenchat, sondern auch in der Geburtstags-Whatspp-Gruppe gelandet und hatte auf dem Rückflug von Amsterdam natürlich kein Netz und Little L. war noch Fussballspielen.), wird sich vielleicht morgen im Stressleveldurchschnitt niederschlagen.

Zum Abendessen der letzte Couscoussalat, Brezen, Rohkost, dann dürfen die Kinder noch ein bisschen netflixen und ich sause ins Pfadihaus zum Elternrathock (Planung für SoLa, HeLa, Jamboree, JuLa, Bula, Tralalala)

Zeitgleich mit der Landung des Hübschen sind wir da auch fertig, als ich L. noch vorlese, kommt der Hübsche rein und wir haben dann bald mal Feierabend.
Traurig: morgen ist immer noch nicht Samstag.


Stressleveldurchschnitt gestern: 33


Selbstbeweihräucherung: ich habe den „Besinnungsaufsatz“ fertig und das Dokument unterschrieben gekriegt. (naja, vong Erziehungsansatz her ist das eher so Level „Konsequenz ist ein Fremdwort“, aber tja nun.)



* Symboltätigkeiten. Ich habe keine Bleistifte, Briefumschläge brauche ich fast nie und die Ordner sind natürlich eh schon sortiert. In Wirklichkeit habe ich mein Desktop aufgeräumt, Daten in die entsprechenden Repositories hochgeladen und meine Inbox auf Null runtersortiert.

** In meinem Kopf ist das so eine Art Vorsingen oder „Jeder nimmt sich das Instrument, das am besten zu einem passt und dann machen wir eine Abteilungsband“, das habe ich auch meinen Kollegen auf dem Weg dorthin erklärt, jetzt halten sie mich für noch ein bisschen komischer als eh schon, und es war auch noch was ganz anderes. Ganz ohne Musik.

Dienstag, April 17, 2018

Jetzt aber!

Gestern abend hatte ich dann noch einen echt schönen Abend mit den Jungs, wir haben gemeinsam eine Folge "Eine Reihe betrüblicher Ereignisse"geschaut und ich musste schon sehr schmunzeln, als dort "Es braucht ein Dorf, um ein Kind zu erziehen" auseinandergepflückt wurde. Ich bin ja eh überzeugt davon, dass der Grossteil der das so vehement Eînfordernden oder den "Clan" Hochjubelnden ganz schöndumm aus der Wäsche schauen würden, wenn sie realisieren würden, dass das "Dorf" nicht nur heisst, dass die nette Nachbarin auf die Kinder aufpasst, während man beim Achtsamkeitsseminar ist oder die einzelnen Kaffeebohnen im Unverpacktladen abzählt, sondern auch, dass die Nachbarskinder den lieben Kleinen beibringen, wie man den Kaugummiautomaten knackt oder der Nachbar sie das Bier probieren lässt oder die Nachbarn mit der akkurat geschnittenen Hecke mal den Teil mit den Grenzen und Regeln übernehmen.
Aber ich schweife ab.
Wir haben also geschaut, gelacht, dann sind die Kinder lessen gegangen, ich habe noch Geburtstagsgeschenke für die Partyeinladungen der nächsten Tage eingepackt, alles putzhilfenfein vorbereitet, die Partyilder des Hübschen bewundert und bin dann mit meinem aktuellen Buch ins Bett. So wenig extra Stress mittlerweile eine solche Strohwitwenzeit mit sich bringt, so schlecht schlafe ich trotzdem, wenn der Hübsche nicht da ist. Mittlerweile weiss ich das und lese dann halt, bis mir das Buch (Affiliatelink) wirklich auf die Nase fällt. Ich bin dann auch 1000mal aufgewacht und ab fünf auch nicht mehr eingeschlafen. Egal, so ist die Zeit morgens, bis ich die Kinder sanft geweckt habe (jajajaja, beide, nach acht!) tatsächlich sehr effektiv genutzte Arbeitszeit.


Heute übrigens habe ich dann wirklich sommerliche Kleider angezogen und es nicht bereut! Es war wieder irgendein Workshop oder eine onferenz im Elfenbeinturm, das merke ich immer an Leuten, die in der Lobby des Turms im Weg etwas orientierungslos rumstehen und die IMMER overdressed sind. Wer auch immer bei uns auftaucht mit Anzug und Krawatte oder dem Kostümäquivalent, ist entweder ein Lieferantenvertreter, ein Bewerber oder jemand, der eben für einen Kongress oder so etwas da ist und entweder aus der Erfahrung in der eigenen Firma oder aus der Academia-Warte denkt, bei Pharmas, da trägt man das. Nein, tut man nicht, nicht mal der alleroberste Chef schliesst den obersten Hemdknopf bei offiziellsten Terminen :-).


Auf dem Weg zum anderen Standort mttags dann habe ich dann das gestern angekündigte Telefonat geführt und ach, demnächst dürfen wir winzige Katzen besichtigen und vielleicht haben wir bald zwei kleine neue Mitbewohner! Namensvorschläge wären willkommen (wir hoffen auf zwei Weibchen, sie sind entweder schwarz oder schwarzweiss, sie sollten zusammenpassen, und nicht ganz alltäglich sein, gern nerdig, meine aktuellen Favoriten sind (jajaja, Weibchen, aber das macht nix) "Batman" und "Robin" (Jessica und Jones?)) oder "Ohnezahn" und ...?


Den ganzen Nachmittag Meetings, dann heim, wo ein schon lang erwarteter Brief im Kasten wartete, nämlich mit der neuen Klasseneinteilung für Little L. ab nächstem Jahr. Wie bei Q. ging es auch bei L. nicht ohne Tränen ab (sein allerallerallerbester Freund seit ... 8 Jahre oder so kommt in eine andere Klasse), aber es ist nicht ganz so dramatisch für ihn wie für Q. damals, weil die beste Freundin und zwei gute Freunde bleiben. Trotzdem. (Anscheinend haben Q. sich als Schuler und wir als Eltern so gut benommen, dass Q.s Klassenlehrer bei der Aussicht auf noch drei Jahre Familie Brüllen kein Veto eingelegt hat und so werden beide Jungs die Primarschulzeit mit denselben Lehrern bestreiten.


Whats App mit dem Hübschen, eine Runde Strampeln, Abendessen (Couscoussalat für mich, Pizzaschnecken für die Jungs), eine Runde "betrübliche Ereignisse" (die zweite Hälfte der Dorffolge. "Was wollt ihr?" "KINDER BRENNEN SEHEN!"), dann Vorlesen, Buch, Bett (und immer noch Rücken. Aber besser Rücken als Niere).


Morgen abend kommt der Hübsche zurück und wir freuen uns schon sehr!


Stressleveldurchschnitt gestern: 32


Selbstbeweihräucherung: ich glaube, ich habe spontan einen guten Bewerbungsvortrag für uns als Katzenfamilie gehalten.

Montag, April 16, 2018

First Contact

Heute morgen war ich ausnahmsweise nicht die erste, die rausmusste oder -wollte: des Hübschen Wecker klingelte schon um viertel vor vier und als ich um kurz nach sechs am Frühstückstisch meinen Computer hochfuhr und gerade den ersten Schluck Kaffee, vermeldete er: "Bin im Flieger, alles geklappt".
Diese Woche ist er nämlich der Reisende, erst drei Tage Amsterdam auf einer Messe, dann Weihnachtsgeschenk für seine Mum einlösen in Paris.
Für mich hiess das Wochenstart im Homeoffice, bis ich der Nanny um halb neun zwei Kinder im Schlafanzug (eines immerhin schon am Frühstückstisch) übergeben konnte, dann ausnahmsweise mal im Hellen ins Büro.
Irgendwie hat mich menie Wetter-App auf dem Kieker, ich habe mir nämlich gestern nach dem Sommersonntag erstmal luftige (ich habe erst "lustige" geschrieben :-)) Büroklamotten rausgelegt und dann in der App gesehen: "Strömender Regen und <10°C", also alles wieder verräumt und noch einmal das Lieblings-Übergangs- bis-Winter-Strickkleid und Stiefeletten rausgelegt. Immerhin: die App blieb sich true und vermeldete den ganzen Tag "aktuell: ergiebiger Regen, 8°C",während ich bei strahlendem Sonnenschein und >20°C schwitzte.
Immerhin konnte ich meinen Couscous-Salat* mit Buch im Freien in luftiger Höhe einnehmen.








Ich habe doch mal erwähnt, dass ich mit meinem Oberchef immer nicht genau weiss, woran ich bin, oder? Heute suchte er eine Vertretung für ein Meeting die Woche und  ich antwortete kurz mit diesem Emoji:


Als Antwort kam: "Does the raised hand mean "I volunteer to lead the meeting" or "I slap you in the face?"" und ich weiss jetzt auch, dass er keine Emojis mag.


Sonst so: total viel Gedöns erledigt, weil eigentlich muss ich diese Woche eine Art Bewerbung schreiben und dafür 5 Fragen mit so einer Art Besinnungsaufsatz beantworten und sowas nervt mich immer, weil .... ach.... Egal, dafür sind alle Protokolle geschrieben, Reminder für ausstehende Reviews verschickt, monthly updates up to date, Ressourcenplanung erledigt, ich wäre fast auf Verdacht ausserhalb der Öffnungszeiten ins Archiv gewandert, aber es ist zu heiss für Wanderungen.
Immerhin in ich mit einer Draft-Version heimgegangen, die ich morgen ausformuliere und dann ist das fertig. (und alles andere auch).


Strömender Regen

Und <10°C sehen so aus.




Daheim hatte Little L. dann noch Damenbesuch, es regnete IMMER noch nicht und so machten wir alle uns auf den Weg in den Baumarkt, um die fehlende Erde einzukaufen und noch eine Aubergine und mehr Tomaten für die übrig gebliebenenen Töpfe und bunte Zwiebeln (also: Zwiebeln für bunte Blumen) für das vom Gras befreit so nackig wirkende Vorgartenbeet. Und ein Eis, weil ES REGNETE IMMER NOCH NICHT!
Das Jungvolk zwiebelte, ich verteilte Erde, dann ging es auf den Crosstrainer, Abendessen, mit dem Hübschen telefonieren, sich nicht von einer Email ärgern lassen, in der gelobt wurde, dass von der ganzen Gruppe heute alle bis auf eine bei dem wegen Kalifornienzeit so späten Meeting dabei waren (ich gehe immer, wenn es irgendwie geht, aber meine Güte, heute ging halt nicht. Und wahrscheinlich war die Email auch gar nicht als Kritik an mir, sondern als Lob an die anderen gedacht. Anyway, ist jetzt halt so)


Richtig schön wurde es aber, als ich den Link zu einem Video bekam und nach Amsterdam weiterleitete und die Kinder und ich habe das jetzt ungefähr 28765 mal angeschaut, morgen rufe ich da an und ich bin so nervös, wie vor einem ersten Date (okay, der Vergleich hinkt, dass es erste Dates warenn habe ich Schnellchecker ja immer erst im Nachhinein gemerkt), die Kinder diskutieren Namen ("Bastet" und Muffin" vs "Arya" und "Sansa", man ahnt, wer was gerade liest, und leider passen "Michael Burnham" und "Kadett Tilly" nun wirklich nicht.), aber das ist alles noch viel zu früh, aber, hach, wer weiss...


Stresslevel gestern: 42. Und das, liebes Garmin-Gerät, ist doch Quatsch.


Selbstbeweihräucherung: nicht zu sehr über mich selber geärgert, als ich gefühlt dieses Bewerbungsgeschreibe nicht in meiner normalen Erledigrrrrl-Pace erledigt habe. Ich kenne mich mittlerweile gut genug, dass ich weiss, dass das im Hinterkopf gärt und gärt und sich währenddessen total unangenehm unerledigt anfühlt, aber es kommt. Und ich kann die Gärzeit für andere, dann auf einmal gar nicht mehr so unangenehme Dinge (Ressourcenplanung, Dashboards ausfüllen, Protokolle schreiben) nutzen.






*Der neue Linsensalat. Ähnliche Mengen, immerhin keine solchen Nebenwirkungen, deshalb keine Bedenken, dass ich noch ca eine Woche da dran hin essen werde.

Sonntag, April 15, 2018

Nix mit shiny

Heute haben wir endlich mal an den Pokémon Go Community-Day gedacht und uns um 11 auf Voltilamm-Jagd gemacht. Ja, ich bin fast drüber weg, dass ich mit meinem Voltilamm insgesamt, 265km gleaufen bin, bis ich das Ampharos entwickeln konnte und heute in einer Stunde soviele da waren, dass ich noch zwei Ampharosse (Ampharösser?) von null auf entwickeln konnte. Und ja, ich bin fast drüber weg, dass ich immer noch vermutlich der einzige Spieler der Welt bin, der noch kein shiny-Viech hat und dass mir dann heute die Bälle nicht furs rosa Lamm gereicht haben, das ... schmerzt schon ein wenig.
Tja nun.
 
Ansonsten haben wir heute:
  • das Zitronenwachholder-Eis getestet (Alter Verwalter, mit einem Hauch Gin drüber ist das verboten lecker!)
  • Ein Foto für die kommende Hochzeit gemacht
  • den Vor-und Hintergarten fertiggemacht (geschrubbt, gegraben, gepflanzt--> Referenzmagnolie!, gemulcht, jetzt brauchen wir nur noch zwei Säcke Erde und ein paar Schrillionen Blumenzwiebeln, weil das ganze Gras vorne aus dem Beet entfernt wurde)
  • lecker gegessen
  • eine Folge "Eine Reihe betrüblicher Ereignisse" geschaut (ich liebe, liebe, liebe diese Serie. Die verschwurbelte Erzählweise, Sunny, die Kinder ...)
  • der Hübsche hat die Koffer gepackt und den Wecker unendlich früh gestellt, weil es für ihn morgen um 4:45h Richtung Amsterdam geht.
  • Ich habe die Nägel in meiner neuen Lieblingsfarbe lackiert, Klamotten für morgen rausgelegt und schon ist ein wundervolles Wochenende vorbei.






Eigengrasverpflanzung. Das wird noch. Fällt dann kaum auf.

After Eight



Kohlrabi,Tomaten und Kürbis

Mais

Nektarine

L.s Apfel


In unserem Schildkrötendrachen haben Wespen ein Nest gebaut. Hm.
Hübsch



Stresseleveldurchschnitt gestern: 37. Aber es hat sich gut angefühlt.

Selbstbeweihräucherung: es war ein rundum grandioses Wochenende! Und ich habe meine Krokusse gerettet!

Samstag, April 14, 2018

Aufladen!

Ich musste gestern dran denken, wie mein Kollege im Resilienzworkshop letztens meinte: "Und Du kochst und backst halt zur Entspannung, oder? Auf jeden Fall machst Du's voll gut!", als es um "Wie kann ich meine Akkus in Stresssituationen aufladen?"ging. Und ich dachte mir: "Hä? Ach ja, stimmt, der ist natürlich immer zu den Geburtstagsfeiern da und da bin ich sowas wie relaxed und es ist immer ganz viel gekocht und gebacken.". Andererseits ists es so: wenn es unendlich stressig ist, dann koche und backe ich nicht, zumindest nicht gern und nicht aufwendig, weil ich keine Zeit habe, nur ansatzweise drüber nachdenken, was ich denn essen möchte, geschweige denn, was ich dafür einkaufen muss. Es gibt dann schon was zu essen, sogar ziemlich lecker, aber halt das, was ich im Tiefschlaf kann, d.h. dann am Wochenende Tacos oder Lasagne oder sowas.
Wenn ich aber ansatzweise entspannt bin, wie aktuell zB, dann habe ich Donnerstag abend Musse und blättere durch meine neuen Kochbücher und Kochblogs und dann friere ich die Eismaschine ein und so habe ich gestern Grapefruit-Campari-Sorbet aus dem Ottolenghi-Dessert-Buch Affiliate Link), das ich von meiner Schwester geschenkt bekommen habe,  gemacht,




zu Abend gab es den Maple Glazed Salmon (mit Brokkoli und nicht aus dem Slowcooker, weil ich Lachs lieber aus der Pfanne mag --> die Sosse hatte mir viel zu viel Ahornsirup und viel zuwenig anders, aber mit der Hälfte Ahornsirup und der doppelten Menge an Zitronensaft schmeckt es super),  ich habe heute den Rhabarber-Zimtschneckenkranz von Zuckerzimtundliebe gemacht, wo ich absolut überzeugt war, dass das ja wohl sicher nicht besser schmecken könnte als die Einzelkomponenten, aber weil ich alles mit Rhabarber ausprobiere, eben auch das und was soll ich sagen: Hui, das ist lecker! Sehr, sehr fein!




Dann gab es heute zum Grillen ein Topfbrot, der Butterzopf für morgen backt und das Wacholder-Zitronen-Joghurt-Eis ("Schmeckt hervorragend mit einem Schluck Gin übergossen") friert gerade fertig.
 
Also: Kochenbackentralalala: ja sehr, aber nicht ZUM Entspannen, sondern als Zeichen für "Nicht total am Anschlag."
 
Ansonsten heute so:
  • Aufenthaltsbewilligungsüberprüfungsantrag ausgefüllt

  • Landi und Baumarkt leergekauft und gepflanzt
Das nun nicht, aber genug anderes


  • Little L. getröstet, der ein bisschenn weinen musste, weil die Rose, die einen Tag im Jahr blüht und 365 Tage im Jahr alle Leute beim Reinkommen piekst und die Küche stockdunkel macht, weggehackt wurde und gegen eine Magnolie ausgetauscht wurde
  • Little L. freie Hand beim Bepflanzen von zwei übrig gebliebenen Balkonkästen gelassen und das wird vermutlich sehr, sehr bunt.
 
Stresslevel gestern: 36
 
Selbstbeweihräucherung: das war ein toller Familientag, es gab sehr leckeres Essen und keinen Streit.

Freitag, April 13, 2018

Rücken

Ich hab seit ein paar Tagen Rücken oder eigentlich Schmerzen rechts hinten oben. Wer sich noch an meine Nierenstory mit dem vorläufigen Höhepunkt im dahingehend echt doofen Juni/Juli 2015 erinnert (Aaaallter Verwalter, grad mal nachgelesen, war das eine Scheisse damals, aber ehrlich!), kann sich vielleicht vorstellen, dass ich das nicht unendlich cool nehme. Andererseits tut es nur so ein bisschen weh, es kommt kein Blut, ich rolle mich nicht wimmernd vor Schmerzen auf dem Badezimmerboden zusammen, ich bin halt auch eine Woche auf 10 cm Absätzen mit einer schweren Umhängetasche seitlich umgehängt ganz schön viel durch die Gegend gelatscht und vielleicht ist es ja doch einfach Rücken?


Der Hübsche hatte einen grossartigen Tipp, nämlich vor dem abendlichen Sporteln Aushängen. Wir haben ja ein Kletterbrett im Dachboden angebracht, wo der Hübsche immer krasses Zeug macht, also Klimmzüge und Dinge, und da könnte ich mich doch einfach dranhängen und dann würde es in den Wirbeln knacken und alles wäre gut.
Also habe ich mich erstmal unter das Brett gestellt, festgestellt, dass ich mit den Händen nicht auf 3m Höhe komme (hätte sein können!), dann einen Ikea-Hocker geholt, mich draufgestellt, festgestellt, dass ich immer noch nicht mit an die grossen Nupsis an der Seite komme, aber mir immerhin nur ca 4 cm zu dem auch recht gut greifbaren Teil oben in der Mitte fehlen.
Ohne gross nachzudenken (Rücken, Sport, der Feierabend ruft) machte ich als ein kleines Hüpferchen mit ganz ausgestreckten Fingern, kratzelte mich sehr unelegant nach oben und hing also da. Leider hatte mein Augenmass beim Aufstellen des Hockers kläglich versagt, ich hatte den nicht direkt unter das Brett gestellt, sondern etwas weiter hinten, ich war also beim Hängen ein Stück nach vorne geschwungen und meine Füsse baumelten jetzt nur so halbscharig über der Kante des Hockers. Der mittlere Griff ist nicht wirklich unendlich gut, ich musste mich also wirklich festklammern.
In meinem Kopf hörte ich des Hübschen Stimme "Und dann hängst Du da ganz relaxed und merkst, wie Du immer länger wirst und sich alle Verspannungen lösen und das knackt dann ein paarmal und das ist ein soooo tolles Gefühl."
Ich hing da also so, krallte mich fest, versuchte wenigstens den schmerzenden Mittelbereich locker baumeln zu lassen, es knackte nix, ausser meinem verkrampften Kiefergelenk, und ich überlegte mir, wie ich da jetzt wohl wieder runter kommen sollte. Entweder geplant oder ungeplant, weil wie gesagt, der Griff war nicht so super. Ich überlegte mir also, dass ich im Notfall schnell wie so ein Fisch den Bauch nach vorne werfen würde, wenn ich abrutschen würde, um mir einen Schwung mitzugeben, der mich von der Hockerkante wegbringen würde, damit ich nicht halb drauf hängen bleiben würde und mir vermutlich entweder beide Schienbeine oder Sprunggelenke brechen würde, aber auch nicht zu viel, weil sonst würde ich in einer Art Peitschenbewegung mit dem oberen Rest des Körpers unkontrolliert nach vorne schwingen und da steht ja die erstens über Jahre liebevoll gezüchtete, zweitens sehr verlauste, und das möchte man ja auch nicht zwischen den Zähnen haben, Pflanze in einem dritten sehr, sehr grossen, schweren Topf, und da möchte man auch ohne Läuse nicht reinbeissen.


Und wie ich da so hing, die Schulter immer weiter verkampften, nichts knackte und ich mir so überlegte, wie ich mich am wenigsten verletzen würde, da dachte ich mir: "Das bringt doch nix und das ist mir jetzt zu doof" und ich machte ein spontanes sehr unelegantes Hüpferchen blind nach hinten und stand wieder auf meiem Höckerchen. Mit verkratztem Nagellack, immer noch seitlichem Rücken und jetzt halt auch noch Schultern. Aber immerhin noch allen Zähnen. Doch, Aushängen, super Sache! (aber immerhin: immer noch kein Grund, die Platincoils zu aktivieren!)


Stressleveldurchschnitt gestern: 33


Selbstbeweihräucherung: Ich war mit den Kids heute einkaufen und dann im Ikea, für die neuen Zimmer nur mal gucken. Ich habe unter anderem so Schubladeneinlagefolie gekauft und dann ist es in der Küche ein bisschen eskaliert und sah zwischendrin sehr schlimm aus und jetzt sind die Küchenvorratsschränke ganz neu eingeräumt, alles rechtwinklig, ordentlich in weissen Plastikkisten nach Verwendung gruppiert und unten drunter ist diese schöne freshe Folie. Hübsch.