Mittwoch, Dezember 06, 2017

Und weiter geht's

Der Abend gestern war dann unglaublich cool, es hat schon was, wenn man die Gelegenheit hat, in einem so internationalen Umfeld zu arbeiten. Und die Welt ist trotzdem klein. Mein schwedischer Kollege hat mich gefragt, ob ich aus Island komme, wegen meines Nachnamens. Ich musste ein bisschen lachen und sagte "I wish I would", und dass das skandinavischste an mir mein Vorname ist, weil meine Mutter mich nach der Tochter von Astrid Lindgren genannt hat. Dann hat er erzählt, dass er sie mit ihrer Tochter oft im Park um die Ecke hat spazieren gehen sehen, als er noch in Stockholm gewohnt hat und das liess mir richtig warm ums Herz werden. Ich kenne praktisch über nur eine Ecke Astrid Lindgren (vom Sehen).
 Ich habe rausgefunden, dass der polnische Kollege auch in München studiert hat (an der anderen Uni) und erst im gleichen Dorf wie der Hübsche gewohnt hat und dann praktisch ums Eck von unserer Schwabinger Wohnung. Wir sind vermutlich eine Zeitlang an der gleichen Haltestelle in unterschiedlichen Richtungen in die U6 gestiegen.
Dann haben wir viele war stories über Business Trips ausgetauscht (ich konnte, das habe ich Ihnen noch gar nicht erzählt, unter anderem mit dem "Padre Pio"-Sender im Hotel in der kleinen Stadt in Süditalien punkten, der nichts anderes sendet als Live-Footage vom Sarg von Padre Pio. Keine Ahnung, ob man drauf wartet, dass sich da was bewegt...) und ich habe so eine Art "Ich packe in meinen Koffer" für Indien (Tamiflu, Hepatitis, Tollwut, Cholera, Hefeschnaps) :-).


Der Workshop heute dann war unglaublich anstrengend, ich hatte meine zwei bis drei bekannten "Hääää?"-Momente beim Business-Acumen-Training, nämlich bei "Equity gehört auf die Seite mit Liabilities", bei "Inventory revaluation" und bei dem ganzen "Markup" dings. Nun ja.
Abends dann, als ich im Stockfinsteren über die Strasse zum Auto schlitterte, fand ich die Idee, alleine den Schwarzwald runterzugurken gar nicht mehr so romantisch wie auch schon, besonders, als es dann noch neblig wurde. Aber: der Autopilot und der adaptive Fernlichtassistent machen auch das viel einfacher als auch schon.


Jetzt: wieder daheim, Kinder gedrückt, Mann geknutscht, Katze gestreichelt, Koffer ausgepackt und morgen fahre ich zum Flughafen, Internetmenschen abholen.


Selbstbeweihräucherung, Tag 8: Schon wieder das Auto nicht in den Graben gefahren, beim Heimweg noch schnell am Supermarkt gehalten und das Tageskontingent an Bier und Fleisch über die Grenze gebracht, damit auf der Party niemand verhungert oder verdurstet. Projektupdate an meine Linie verteilt, die alle gemeint haben "Danke, wussten wir ja alles schon, weil Du ja immer speditiv kommunizierst."

1 Kommentar:

Sunni Schmidt hat gesagt…

Hallo, ich denke, heute ist ein Geburtstag! Also alles, alles Gute! Herzlich, Sunni