Dienstag, September 05, 2017

#WMDEDGT 09/17

Es ist wieder einmal soweit: Tagebuchbloggen im September!
Mittlerweile wissen ja alle, wie es läuft, oder? Wir schreiben heute alle auf, was wir den ganzen Tag so machen und abends verlinken wir uns hier und zack: man kann bei den anderen schauen, was da so los war. (Und: WMDEDGT? heisst: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" und hat vor über vier Jahren seinen Anfang genommen in einer Tagbuchblog-Woche und seit April 2013 gibt es das jeden Monat am 5.)

Die Linkliste schaltet sich um 18:00h frei.




Und, finden Sie es kleinlich oder nicht, das Ganze hat seinen Anfang im Tagebuchbloggen gemacht und ich möchte, dass es auch so bleibt. Ich behalte mir deshalb vor, Links auf Posts, die halt heute geschrieben wurden, aber keine Tagebuchblogsposts sind, von der Liste zu löschen.




Heute also in der Reisereise-Edition 
Ich habe trotz Hotel erstaunlich gut geschlafen (gut, wenn man damit rechnet, GAR keinen Schlaf zu kriegen, ist ein bisschen was auch schon schön.
Irgendwann bin ich von lautstarten Verhandlungen auf italienisch auf der Strandpromenade aufgewacht, aber alles in allem konnte ich bis viertel vor sieben ausschlafen.
Heisse Dusche, sommer- und pharmaproduktionsbetrieb- und kundentaugliche Kleider anlegen, Frühstück mit Kollegin und Meerblick (mittlerweile habe ich das Frühstücksbuffet in verschiedenen Jahreszeiten und Saisonen erlebt und ja, aktuell gibts viel mehr und leckereres als zB im Dezember.), dann noch einmal Haare bürsten, Zauberstaub rein, alles in den Koffer stopfen, auschecken (und dann dem Rezeptionstypi nochmal zeigen, dass ich sehr wohl eine Reservierung hatte), alles in unseren (von aussen weissen, von innen tiefdieselschwarzen) Mietgolf werfen, und weg vom Meer ins Hinterland ins Industriegebiet.
Ab 8:30h: Arbeit, Arbeit, Arbeit, Mischung aus pep talk, ins Gewissen reden, Detailfieselei, bei Hitze in Helm und Plastikfleecemäntelchen am Zaun entlangwandern, Feuerlöscher begutachten, Feuerwehrhüttchen begutachten, durch den Produktionsraum kraxeln, nicht durch das Loch in der Decke über dem Trockner fallen, viel Espresso, leckere, frisch gebackene italienische Kekse, Espresso, mehr Details, Arbeit, Arbeit, Arbeit
Mittagessen: leckerstes italienisches Buffet im Stehen auf die Schnelle
Arbeit, Arbeit, Arbeit, Arbeit, mehrArbeit, viel Übersetzungsreibungsverluste und Überwinden meines Harmoniedrangs und „Die werden das schon richtig meinen und ich kann jetzt doch nicht noch ein drittes Mal nachfragen, weil das da grad echt keinen Sinn für mich macht“.
Und dann juhuuu, sind wir durch alle meine 237 (not kidding) Kommentare in dem Dokument durch und haben für alleallealle eine gute Lösung gefunden.
Irgendwann ist es halb acht, wir haben 11 Stunden ohne echte Pause durchgearbeitet und verabschieden uns von unseren Gastgebern. Sie sind enttäuscht, dass wir nicht noch zum Essen bleiben. aber ehrlich gesagt sind die 330km über die Berge zurück nach Rom zum Flughafen auch so schon anstrengend genug.
Damit wir beide wach bleiben (und weil meine Kollegin die nächsten Wochen im Urlaub sein wird und ich sie im Projekt vertreten werde), besprechen wir nochmal alles, was wir in unseren (zT getrennten) Sessions heute geklärt haben, offene Punkte und wer wann bis was fertig haben muss.
Kurz vor Flughafen wird es dann noch unnötig spannend, weil wir das Auto vollgetankt zurückgeben sollen, um horrende Tankkosten bei der Autovermietung zu verhindern. Google Maps zeigt zwar brav die Tankstellen entlang der Strecke an, aber die erste, die wir anfahren hat nur einen zugeklebten Kartenschlitz, bei der zweite funktioniert das Kartenterminal nicht, die dritte (mittlerweile sind wir ca eine halbe Stunde durch menschenleere Wildnis abseits der Autobahn auf Feldwegen gefahren und befürchten, unsere verstümmelten Leichen irgendwann in der umrundeten Kiesgrube zu finden) akzeptiert keine der Karten, die wir dabeihaben, und während ich schon so weit bin, zu sagen: „Dann muss die Firma leider das Mietbenzin zahlen, es ist dunkel, unheimlich und ich will ins Bett“, füttert meine Kollegin mit stoischer Ruhe den Automat mit Scheinen, wir tanken voll und erreichen 2 Minuten nach Schliesszeit die Autovermietung. Ist natürlich kein Problem, den Schlüssel kann man ja einwerfen. Ob wir abgesperrt haben (oder hätten müssen), wissen wir dann irgendwann nicht mehr, aber das ist jetzt auch egal.
Wir rollkoffern durch schier endlose Verbindungsgänge zum Flughafenhotel, erfahren beim Check-in, dass wir noch bis Mitternacht Essen bekommen und setzen uns direkt mit Jacke und Koffer ins Restaurant, weil wir sonst vermutlich das Zimmer mit den BETTEN nicht mehr verlassen würden und leider verhungern müssten.
Das Essen ist mittelmässig, was aber auch schon wurscht ist, ich habe aus mir unerfindlichen Gründen ein Zimmer mit Extrabeistellbett auf dem executive floor, ich verzweifle allerdings fast beim Aufsperren mit der Schlüsselkarte und bin mir nicht sicher, ob es nicht vielleicht doch Kombination aus Karte, gegen die Tür treten und unflätigen gezischten Flüchn war, die es dann doch richteten.
Jetzt ist es viertel vor eins, ich bin sogar zu müde für Badewanne, aber immerhin geht der Flug morgen erst um viertel vor 10, dh. ich kann ausschlafen. Wie heute.








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