Montag, Juni 05, 2017

WMDEDGT 06/17

Es ist wieder einmal soweit: Tagebuchbloggen im Juni!
Mittlerweile wissen ja alle, wie es läuft, oder? Wir schreiben heute alle auf, was wir den ganzen Tag so machen und abends verlinken wir uns hier und zack: man kann bei den anderen schauen, was da so los war. (Und: WMDEDGT? heisst: "Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?" und hat vor über vier Jahren seinen Anfang genommen in einer Tagbuchblog-Woche und seit April 2013 gibt es das jeden Monat am 5.
Die Linkliste schaltet sich um 18:00h frei.


Anscheinend bin ich auf zwei Tage lange Wochenenden gepolt, trotz gestern lange Aufbleiben bin ich nämlich am heute morgen um halb 7 eigentlich wach gewesen... nun ja. Ich habe bis 9 und Kaffeeserviertbekommen weitergedöst (dazu einen högscht verwirrenden Traum gehabt, aber hui, gsd nur ein Traum!).
Der Katze, die uns gestern mit Bauchschmerzen (Verdauung oder Niere? Beides Schwachstellen und bei 18 Jahre alter Katze ist man ja schnell ein bisschen unentspannt) und lautem, langem Jammern Sorgen gemacht hat (sie hat mich beim Streicheln sogar gebissen...), ging es nach einer kuscheligen Nacht dann wohl doch besser, sie frisst, jammert nicht mehr, sieht so aus, als wäre alles raus, was nicht reingehört.
Wir haben also im Bett mit Kaffee Internet gelesen, dann Buch gelesen, dann hätte wir fast noch eine Folge "Designated Survivor" geschaut, aber da wollte das Laptop dann nicht, also mussten wir ja dann also praktisch aufstehen und hups, ich hatte richtig Hunger. Also haben wir total Rock´n´roll vor dem Fernseher gefrühstückt (mir war nach Eiersalat auf Zopfbrötli und Tee) und dann... hat der Hübsche gemeint: "Was machen wir denn jetzt noch, bis die Kinder kommen?" und anstatt vorzuschlagen: "Badewanne, Buch, Kaffee, Buch, Kaffee, Kekse" hörte ich mich sagen "Wir können ja Laufen gehen.".
Und der Hübsche, der weiss, wie gern ich laufe, meinte mit diabolischen Grinsen "Ok, dann machen wir das." (Er hasst Laufen auch, deswegen waren wir beide total kindisch, aber gut, keiner wollte sich eine Blösse geben.). Und so sind wir im Spritzelregen 5km gelaufen, es war nicht unendlich schlimm, aber auch gar nicht toll. Null. Ausser dass es irgendwann dann vorbei war.
Danach: Duschen Reste der Asianudeln von gestern essen, Buch, Kinderzimmer staubsaugerfrei aufräumen (morgen kommt die Putzfrau und normalerweise ist das Kindersache, aber die sind ja nicht da), Kaffee, Kekse, Buch, Wäschewaschen (die Waschmaschine muss um 5 frei sein für zwei Rucksäcke voller dreckiger Kinderklamotten), Staubsauger laufen lassen, sich nicht vom Arbeitskalender abhalten lassen, der mich in wunderbar getakteten Intervallen an die Aufgaben erinnert, die ich mir letzte Woche für heute in den Kalender eingetragen hatte, als ich mich freute, dass den ganzen Montag kein einziges Meeting stattfinden würde und ich endlich Zeit hätte für"Justification für residual solvents spec Produkt A raussuchen", "Justification für sum of impurities spec Produkt A raussuchen", "Rationale density vs flow meter schreiben" und "wtf ist diese komische pumpe in Italien?". Werde ich dann morgen rausfinden.
Um viertel nach vier lege ich den Kindern ein paar Badezusätze und flauschige Handtücher und frische Pyjamas und warme Socken bereit, und wir machen uns auf den Weg, zwei müde Pfadfinderkinder abzuholen.
Die beiden (und alle anderen Kinder) waren sehr glücklich, dreckig, müde (beim Abschlusslied "Es het zwei Krokodil" liefen alle Bewegungen nur auf Sparflamme) und auch froh, wieder daheim zu sein. Für Little L. ist es übrigens das Highlight, sich aus der übergebliebenen Essenskiste noch feine Sachen rauszusuchen. Immer Bananen, heute ausserdem noch Karotten, Quitten- und Kirschmarmelade.
Das Wetter im Lager war diesmal durchwachsen: nicht zu heiss, meist trocken, aber zweimal hat es ihnen alles nassgeregnet. Dementsprechend feucht und olfaktorisch herausfordernd war das Rucksackausräumen daheim.
Während die erste Waschmaschine lief, weichten die Kinder in der Wanne ein, erzählten von ihren Abenteuern, liessen sich auch Zecken untersuchen, eincremen und schauten dann im Pyjama auf dem Sofa todmüde die Sendung mit der Maus nach.
Zum Abendessen gab es Pitabrote zum Selberfüllen mit jeder Menge Gemüse, knusprigen Hähnchenwürfeln, Pilzen, karamellisierten Zwiebeln und Zeug). Little L. schlief fast ein am Tisch :-).
Trotzdem gehörte zum ins Bett bringen noch eine Vorlesegeschichte, danach schlief Little L. direct (ausnahmsweise schon um acht). Little Q. kuschelte sich mit der Katze noch in unser Bett und liest da noch.
Mittlerweile läuft die zweite Waschmaschine (mit Schlafsäcken und Regenjacken), der Rest hängt auf der Leine zum Trocknen.
Ich habe meine Arbeitstasche für morgen gepackt (die Kinder haben wegen Lehrerfortbildung noch frei, das wird ihnen gut tun), dann lese ich noch ein paar Seiten, wir schauen die vorletzte Folge Designated Survivor und dann ist der Tag (und unsere Minipause vor dem Enspurt vor den Sommerferien) auch schon wieder rum.





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