Dienstag, April 27, 2010

Schöne Aussichten

"Mami, wenn ich mal gross bin, rasier ich mir meinen Bart nie ab. Ich lass ihn immer dran, damit ich einen schönen Schnauzbart bekomme."
(Ich stelle mir gerade mein Kind als Magnum vor....)

Stachelfrau, Stahachelfrau....

"Mami, wer ist die Frau mit den Stacheln auf dem Kopf?"


Am liebsten hätte ich Little Q. geantwortet: "Die grösste Zicke aller Zeiten." Damit hätte ich aber Miss Liber-t, Mymaki, Frau Kunterbunt und Farbenmix unrecht getan. Ich war nämlich letztendlich "selber tschuld" (wie es früher auf dem bayerischen Dorfschulhof hiess): Wenn die Nadel andauernd abbricht, der Faden andauernd reisst, und überhaupt alles anders läuft als geplant, dann hilft meistens tief durchatmen, eine Pause (und auch mal eine neue Nadel) mehr als lautes Fluchen und Zeug durch die Gegend werfen.

So hat es ein bisschen gedauert, bis ich hier und heute stolz päsentieren kann: Miss Liber-t. Auf einer Amelie (hey, das kann ich jetzt. Ganz fix.) Ich finde die Dame wunderbar (wenn man die Zwischenfäden zwischen den Somemrsprossen nicht genau abschneidet, sieht es aus, als ob sie Schnurrbarthaare hätte.): sie steht zu blauem Lidschatten und ihre Ohren haben mich an diesen Herrn hier erinnert ;-).

Wie Sie wissen, ist das ja mit Mädchenstickdateien so eine Sache: ich habe ein Patenmädchen, das hat noch eine Schwester, das gibt insgesamt zweimal Weihnachten und zweimal Geburtstag im Jahr. Für mich selber nähe/pimpe ich nicht soooooooo viel, auf Auftrag nähen mag ich nicht, was also tun? Ich muss gestehen, als ich nur von der Stickdatei gehört habe, da war mir klar, für wen ich da was nähen könnte. Weil man Päckchen immer noch nicht an Emailadressen verschicken kann, musste ich gestern mal vorfragen. Und so freut sich hier schon jemand virtuell ganz toll darauf, dass das Päckchen mit Miss Liber-T morgen oder übermorgen aus dem bayerischen Heimaturlaub auf die Reise gehen wird (ich hätte ja persönlich geliefert, aber in der Kombination mit Windpocken hätte das Geschenk wohl nicht für ganz so viel Freude gesorgt.)








Schnitt: "Amelie" von Farbenmix

Stickdatei: "Miss Liber-t" von Mymaki bei Kunterbunt Design, "Hosentaschen" von Kunterbunt Design

Webband: Farbenmix

Peinlich

wenn das 4jährige Kind mehr Contenance bewahren kann als man selber. Während ich heute morgen also fluchte, den Schlüsselbund auf den Boden pfefferte und mit den Füssen stampfte, sagte Little Q. : "So, Mami, jetzt beruhigst du dich mal ein bisschen. Ich seh ja, dass dich das grad super nervt, aber so bringt das nix. Wollen wir in der Krippe schauen, ob jemand da ist, der uns helfen kann?"
(Habs dann doch alleine hingekriegt. Aber glauben Sie mir, ein Sonnensegel, dass sich bis zum letzten Millimeter um die Hinterachse des Kinderwagens verwickelt hat, das geht echt nicht leicht wieder ab. Und ignorieren geht auch nicht, wenn der Kinderwagen sich keinen Millimeter mehr schieben lässt.)

Montag, April 26, 2010

Es gibt vielleicht Fisch

So hiess (heisst?) die Band eines Kommilitonen, könnte aber auch der Titel dieses Videos sein. Oder aber: Weggegangen, Platz gefangen. Oder Erziehen mit Frau Brüllen (ich dachte, der Hübsche macht süsse Fotos von den beiden Jungs auf dem Stuhl. Kann ja niemand ahnen, dass er mein genervtes Genöle filmt.)
Kurze Vorgeschichte: Little L. ist mit Essen fertig, darf runter, Little Q. musste kurz "mal ganz dringend aufs WC, Mami, aber ich bin noch nicht fertig mit Essen.", als er wiederkam, war sein Platz besetzt. Und Film ab:

video

Tapfer


hält sich der kleine Mann. Was nicht ganz trivial ist, ist das Eintüpfeln mit der weissen Lotion. Die meisten Pusteln hat Little L. am Bauch und da ist er superkitzlig. (Er hat übrigens sehr konzentriert Milch aus seiner Flasche auf ein Q-Tip geträufelt und damit seinen Hasen betupft.)

Eröffnet




wurde gestern nachmittag übrigens die Freiluftwassersaison. (Little Q. hat sich in die frisch eingelassene Wanne gesetzt und Little L. hat sich beim Verusch NOCH MEHR zur trinken, einen ganzen Kübel Wasser drübergeschüttet. Keiner hat gemotzt.)

Bruderliebe

"Gell, Mami, ich bin vor dem Little L. geboren."
"Ja, genau, Little Q."
"Gell, ich war gaaaanz schön lang vor ihm da."
"Mhmmmmm." (Ich dachte zu dem Zeitpunkt, es liefe auf "und deswegen gehört alles mir und ich bin auf ewig der Chef" hinaus.)
"Ja, gell, als ich erst noch nicht reden konnte, da konntet ihr ja gar nicht wissen, dass ich mir soooooooo sehr einen kleinen Bruder gewünscht habe. Aber jetzt, jetzt ist er ja da."

Hach.

Immer schön eins nach dem anderen

Und jetzt: Windpocken bei Little L.
(Irgendwie haben wir kein Glück mit dieser Impfung.)

Sonntag, April 25, 2010

13 Monate


Mein lieber Lennibenni,
einen Monat ist es schon wieder her, dass du Geburtstag hattest. In diesem Monat hat sich viel getan.
Frei Laufen findest du zwar immer noch nicht sooooo interessant (du könntest wohl, wenn du wolltest, aber Krabbeln ist halt einfach schneller). Ein paar Schritte schaffst du aber schon, besonders wenn du zwischen deinem Papi und mir hin und her läufst

oder wenn du nicht daran denkst, zB wenn du schnell vom Ende der Rutschbahn wieder zur Leiter möchtest.
Überhaupt: Rutschen ist das Grösste. Wenn man dich lassen würde, würdest du den ganzen Tag nichts anderes machen. Du kletterst wie ein Weltmeister die Leitern hoch
und oben rutscht du dann entweder brav im Sitzen oder drehst dich um und rutschst rückwärts auf dem Bauch. Zusammen mit Little Q. ist auch ganz toll.
Was du erstaunlicherweise schon sehr gut beherrschst, ist, Leute vor dir zu drängeln und oben zu schubsen, damit du endlich endlich dran kommst. Seit so ca. drei Wochen kannst du übrigens zuverlässig Treppen, Stufen, Leitern etc. nicht nur rauf, sondern auch wieder runterklettern. Nun muss nur ich noch daran arbeiten, dass mir nicht mehr das Herz in die Hose rutscht, wenn du mit einem Affenzahn auf den Abgrund zu krabbelst und dann im letzten Moment ein Wendemanöver einleitest und rückwärts runterkrabbelst.
Du weisst mittlerweile sehr genau, was du willst. Du kannst sehr, sehr laut werden, wenn irgendjemand etwas anderes durchsetzen möchte. Da wird gekreischt, du machst dich steif und verspritzt Mangatränen, wie ein Profitrotzer. Trotzdem geben dein Papi und ich die Kontrolle über die Fernbedienungen nocht nicht auf ;-).
Littel Q. vergötterst du nach wie vor: du würdest am liebsten immer mit ihm zusammen auf seinem Stuhl sitzen, direkt von seinem Teller mitessen, immer mit ihm mitspielen. Gottseidank ist er wirklich sehr lieb und geduldig mit dir. (Er ist auch immer auf deiner Seite: "Mami, du hast gesagt, mit einem Jahr darf er alles essen. Und jetzt sagst du, er darf kein Nutellabrot zum Frühstück haben. Da passt doch irgendwie was nicht zusammen, oder?") Es ist sehr schön, euch beiden zuzusehen, wie ihr in der Spielküche kocht, auf dem Spielteppich Autos hin und her schiebt etc. Du hast im letzten Monat angefangen, die meisten Spielsachen für dein Alter so zu benutzen, wie sie gedacht sind. Du stapelst Ringe auf den Spiess, du sortierst in die Sortierbox, du kugelst Kugeln die Kugelbahn runter. (Trotzdem versuchst du immer noch, alles ins Klo zu werfen, alle Kabel umzustecken und zu jeder Tages- und Nachtzeit mit meinem Handy in Usbekistan anzurufen.)
Schlaftechnisch haben wir in den letzten Wochen einiges umgestellt: du bist zu Little Q. ins Zimmer gezogen. Ausserdem wird (seit ein paar Tagen) überhaupt nicht mehr gestillt. Du bekommst Vollmilch aus der Flasche, eine zum Schlafengehen um acht, eine gegen elf, wenn ich auch schlafen gehe, eine um halb vier, die wir aber langsam abgewöhnen und dann wieder morgens. Es fällt dir nicht sooooo leicht, dich daran zu gewöhnen, dass der "Mamaschnuller" nicht mehr jederzeit verfügbar ist. In deinen Tobsuchtsanfällen (Hauen, Nuggi quer durchs Zimmer schleudern etc.) erkenne ich mein durchaus manchmal klingonisches Temperament wieder. Ich bin aber zuversichtlich, dass wir beide das zusammen hinbekommen. Ich bleibe immer bei dir, bis du dich wieder beruhigt hast und ruhig in meinem Arm einschläfst. Und heute nacht hast du doch tatsächlich so was wie durchgeschlafen. Nach der Flasche um elf hast du um drei zwar kurz gemotzt, aber bis ich mit der Flasche kam, warst du schon wieder eingeschlafen und hast weitergeschlafen bis kurz nach sechs. Juppidu! Vorgestern bist du übrigens während des Mittagessens eingeschlafen, wie auch dein grosser Bruder einmal in diesem Alter ;-).

Du bist (wie könnte es mit diesen Eltern und diesem Bruder auch anders sein) eine richtige Plaudertasche. Du nennst mich "Mama", den Hübschen korrekt "babba", Little Q. "Dedde", die Katze "Datz", deinen Hasen "Da Had" und sagst immer brav "Date" (=Danke). Alles andere wird mit "da" oder "Dis" abgedeckt.

Hach. Es ist wunderschön mit dir, mein grosser Kleiner. Wir haben dich alle sehr lieb!
Deine Mami

Sehen. Unbedingt.

Während ich hier gerade an Little L.s 13-Monatsbrief sitze, sitzen Little Q. und der Hübsche auf dem Sofa und schauen die zweite Portion der Wilden Kerle. (Nein, nicht irgendwelche Fussballsachen mit Johnny Red und Speedy Gonzales und Dakota Sioux, oder wie die Ochsenknechtkinder heissen, die richtigen Wilden Kerle)
Ich finde das Bilderbuch ja schon immer ganz grossartig und wer nicht glaubt, dass man aus den 6-8 Sätzen darin einen 100 Minuten-Film machen kann, der einen mit wunderbaren Kerlen, unglaublichen Fantasiewelten und einem wunderbaren Max in seinen Bann zieht, ob man nun 4 oder 35 ist, der wird von Spike Jonze eines besseren belehrt.
Also, wenn Sie Ihr Kind mal richtig glücklich sehen wollen (gestern abend, als Max als frisch gekrönter König befahl: "Und jetzt, jetzt machen wir KRACH!", musste ich vor Rührung fast ein bisschen kniepern, als ich sah, wie Little Q. fast vom Sofa gesprungen wäre und mit durch den Wald toben wollte), dann nehmen Sie sich die Zeit für diesen Film. (Little Q. ist nicht suuuuperzartbesaitet, allerdings sehr empathisch. Er hatte bisher keine Angst vor den Kerlen, die nun wirklich riesig sind, nur als Max abends im Dunkeln aus dem Haus lief, das war ihm sehr unheimlich.)

Donnerstag, April 22, 2010

Ein Zeichen von Intelligenz

nannte es der Kinderarzt, dass Little L. schon so schön trotzen kann. "Ist doch toll, dass er schon gemerkt hat, dass es zwei mögliche Varianten gibt, und er A will und Sie B". Ja, so kann man das auch sehen. Variante A ist übrigens gerne "Ich logge mich durch wildes Geschuckel am Controler im PlaystationIII-Online-Shop ein und bestelle Killerspiele". Variante B ist langweilig: Controller nicht ordentlich verräumt in der Couchtischschublade, sondern traut vereint mit Autoschlüsseln, Feuerzeugen, Zerbrechlichem, meinem Laptop und anderen Kostbarkeiten am höchsten Punkt des Wohnzimmers.
Ansonsten: Little L. ist toll. Toll entwickelt, sehr schlau, entwicklung mental wie körperlich astrein. (Schön war der Test "Erkennen Ursache/Wirkung": er sollte eine Rollschildkröte an der Schnur zu sich herziehen, ist aber lieber auf den Tisch geklettert, um sie zu holen. Während des folgenden Gespräches schnappte er sich die Spielkasse, drückte auf "Open", nahm die Münzen aus dem Fach, verteilte sie unter den Bedürftigen an den Arzt und mich, immer schön mit "Date" (=Danke), sammelte sie wieder ein ("Date"), stopfte sie wieder ind as Fach, schloss dieses, drückte auf "Open" etc...... Ich würde sagen, er kennt das Prinzip "Ursache/Wirkung"
Ausserdem ist er nun endlich gegen MMR und Windpocken geipmft. Ganz ohne Grundsatzdiskussion diesmal übrigens.
(Daten: 10.7 kg, 78 cm, KU 49 cm)

Mittwoch, April 21, 2010

Stellen Sie sich vor

Ihr Elektrizitätswerk stellt Ihnen den Strom ab. Sie, in leichter Panik ("Höh, was soll denn das? Habe ich am Ende die Rechnung nicht bezahlt? Sonst irgendwas falsch gemacht?") melden sich dort, fragen höflich nach, warum Ihnen der Saft abgedreht wurde und als Antwort bekommen Sie "Ja, wir brauchen für unsere Unterlagen Ihre Hausnummer, deswegen haben wir Ihnen mal den Strom abgestellt, weil wir dachten, danach melden Sie sich sicher bei uns. Also, können Sie uns bitte Ihre Hausnummer geben?"

Natürlich ist das jetzt nur übertragen zu verstehen, unser Verhältnis mit AEW ist super.

Ich hab unserer IT-Abteilung dann mal meine Workstation-ID geschickt (die sie bestimmt in 123080 Listen haben) und hoffe, dass mein Zeiterfassungssystem bald wieder funktioniert.
(Die Zeichen mehren sich)

Dienstag, April 20, 2010

Fooding down the memory lane

Bei meinem Opa gab es regelmässig “Birne Helene“ als Dessert: Dosenbirnen (überhaupt, Dosenobst gehörte in meiner Kindheit zu den Grundnahrungsmitteln. Kein Urlaub, Baggerweiherausflug ohne Dosen, -öffner und vier Mädchen, die mit aufgesperrten Münder darauf warteten, dass geschmacklich wie grössen- und formtechnisch genormte Aprikosen, Pfirsiche, Birnen und, wenn es ganz besonders lecker wurde, Ananas mit einem grossen Löffel reingefüllt wurden), Vanilleeis, Sahne, Schokososse. Hörrlisch.
Gestern abend gab es das für den Hübschen und mich. Einfach so, für den Fernsehabend.
Natürlich gab es keine Dosenbirnen, ich finde, das einzige Dosenobst, das irgendwie geht, das sind Ananas, aber nur wenn es wirklich junkig schmecken soll, sondern frische KaiserAlexander-Birnen (die sind relativ hart) wurden geviertelt, geschält, mit Zitronensaft und ein wenig „Quitte-Apfel-Saft“ von Hohes C (ich finde die neue Linie „Heimische Früchte“ ja sehr lecker, auch wenn man ganz offensichtlich damit so Aushilfs-Lohas wie mich ködern will) ein bisschen härter als Dosenbirnenkonsistenz gedünstet, mit ein wenig Williamsgeist verfeinert, im Sud abkühlen lassen. Für die Schokososse habe ich Alnatura-Zartbitter-Nutella mit ein wenig Milch zu einer warmen Sosse gerührt.
Angerichtet wurde folgendermassen: vier Birnenviertel beträufelt mit Sud, drei Kugeln Vanilleeis, Sahne drauf und mit der Schokososse versehen.
War: gut. Sehr gut.
(Fast so gut wie mit Dosenbirnen und der Hörzu, die ich als fernsehlos grossgewordenes Kind immer bei den Grosseltern verschlungen habe….)

Jetzt muss ich nur noch das Rezept für "Bleicher Johannes" rausfinden, das in den Wirren von ganz viel Familiendrama und auf einmal waren die Grosseltern dann tot und niemand weiss mehr, wie es geht, verloren gegangen ist. Woran ich mich noch erinnere: Löffelbiscuits und eine göttliche weisse Creme, für Kinder ohne, für Erwachsene mit Alkohol. So wie die das immer verdrückt haben, mit viel Alkohol.

Montag, April 19, 2010

"Meine Mami macht das schon."

Ich finde es sehr schön, dass Little Q. seine selbergenähten Sachen gerne trägt. Ich finde auch toll, dass er gerne mit mir bastelt und die Resultate heiss und innig liebt.
Tja. Und jetzt hat er seinem Krippenfreund einen "Pfiilboge und es Benntenn-Koschdüm" zum Geburtstag versprochen, weil "Mami, du kannst das super gut basteln und nähen." Pfeilbogen okay, aber ich hatte natürlich keine Ahnung, was ein "Benntenn-Koschdüm" ist, aber Little Q. wusste Bescheid: "Das ist megaeinfach, Mami. Das ist ein roter Umhang, da nehmen wir einfach ein grosses Stück Stoff, und das ist im Benntenn seiner Uhr drin, und wenn er da drauf drückt, kommt der Umhang raus und er kann fliegen. Keine Sorge, ich helf dir beim Basteln."
Yeah. Klar. Ein roter Umhang, der sich aus Knopfdruck aus einer Uhr raus entfaltet und den Krippenkollegen fliegen lässt. Sowas nähe ich täglich.....
Heute habe ich also den kleinen Kollegen in der Krippe gefragt: "Und, was wünschst du dir zum Geburtstag?", in der Hoffnung auf: "Playmobilpiraten" oder irgendwas anderes, was nicht der absoluten Überschätzung meiner Fähigkeiten durch meinen Sohn entsprungen ist. Und was sagt der? "Ich han doch mim Q. abgmacht: en Pfiilboge und es Benntenn-Koschtüm."
Immerhin weiss ich nun, wer "Benntenn" ist. Und der Geburstag ist erst in gut zwei Wochen. Roten Stoff hätte ich sogar. (Faszinierend. Lesen Sie mal da nach. Es gibt nicht nur "Benntenn", nein es gibt sogar "Kewinelewinn". Ich hab ja sooooo keine Ahnung von der U10 Bevölkerung.....)

Zum Gähnen

Ich nehme an, jede arbeitende Mutter kennt das: Sonntagabend, das Kind ist so mittelfit. Wie also den nächsten Tag angehen? Ich habe als Entscheidugsgrundlage die Konsistenz etwaigen in der Nacht allfallenden Windelinhalts gewählt: Dünnpfiff=daheim bleiben, Normal= Krippentauglich. (An sich wollte ich ja in Zukunft kein schlechtes Gewissen jobmässig mehr haben, wenn ich wegen kindkrank daheimbleibenb muss, aber der erste Bürotag nach der Kündigungsankündigung..... man will ja auch nicht als Mimose dastehen.....)
Um 5:34h war klar: wir bleiben daheim. Ich habe also Little Q. auch ausschlafen lassen, den Hübschen alleine lostigern lassen und hatte den Plan, nach einem gemütlichen Frühstück mit meinen beiden Jungs Little Q. in die Krippe zu bringen und mit Little L einen Sandeltag zu verbringen. Also, alle für heute geplanten Meetings um 7:15 gecanceled, im Pyjama den ersten Kaffee genossen, sich über die knutschenden beiden Brüder gefreut, bis dann eben das Telefon um 8:07 klingelte: "Meeting um 9 kann nicht abgesagt werden, alle 20 Teilnehmer sind extra herbestellt, was tun?"
Mein Gedankenkarrussell begann zu rattern: "Mögliche Vertretung? Keine (vernünftige), also: Little L. muss mit. Wie komme ich hin, der Hübsche ist ja mit dem Auto weg. Fahrrad? Radlsitz ist nicht so gut, wenn Little L auf der Heimfahrt dann einschläft, dann ist das sehr unbequem für uns alle beide. Anhänger? Im Prinzip super, aber da ist noch die Hängematte drin installiert und der Gurt nicht auf Little L. eingestellt..... also: Bus. Abfahrt: 8:32h"
Nun ja, was soll ich sagen: We made it. Little Q. hat sich in einem Affenzahn angezogen, Little L. und ich kamen auch halbwegs anständig bekleidet (ich habe erst im Büro gemerkt, dass ich meinen Kapuzenpulli, den ich gestern beim Balkonbegrünen anhatte, erwischt hatte..... aber ein sauberes Longsleeve drunter hats gerettet), mit Spielzeug, Wickeltasche und nötiger Verpflegung aus dem Haus. Gottseidank ist die Bushaltestelle direkt vor der Krippe und Little Q. war sehr kooperativ, sowohl was das Rennen auf dem Weg als auch das Reingehen ohne grosses Brimborium angeht.
Ja, und dann wurde es natürlich witzig: schon mal als einzige Frau, jüngste (bis auf Little L) Anwesende, mit Baby auf dem Schoss eine Sitzung mit 20 Leuten geleitet? Was soll ich sagen: es ging. Little L. tat während den ausfühlichen Erläuterungen eines Kollegen genau das, was alle wohl gerne getan hätten: er nickerte weg, liess sich anstandslos in den Kinderwagen legen und wachte erst beim Abschiedstrubel wieder auf. Dafür, dass ich recht unvorbereitet war, lief es ganz gut und an mir liegt es nicht, sollte diese Produktion nichts werden.

Sonntag, April 18, 2010

Hoppsassa und Trallala

Ich sags Ihnen, meine Damen, so kontroverse Diskussionen, das sind nichts für meine Nerven.
In Zukunft hier wieder lustig locker flockiger K&K-Content (kein Hasenwechsel heute, bisher blieb auch alles drin, man darf gespannt auf die Nacht sein. Zwei Stunden Schlaf (immerhin am Stück, von halb fünf bis halb sieben) heute nacht warten darauf, getoppt zu werden.
Und jetzt gehe ich mal zum Bewerbungsbildfotograf.

Eines Tages

so hoffe ich zumindest.
(Erinnern Sie mich daran, dass ich Ihnen mal im Detail erzähle, wie ich mal fast bei McKinse.y angefangen hätte.)

Samstag, April 17, 2010

An mein Herz

Melody. Danke fürs Ausformulieren dessen, was ich eigentlich gemeint habe.

3/3

Seit dem zwischenzeitlichen Verlust von Little L.s Hasen (er nennt ih "Da haaaad") haben wir ja zwei Ersatzhasen. Hase 1.0 wurde zwar eindeutig präferiert, als er letztens nachts aber total vollgekotzt wurde, musste er in die Waschmaschine.
Heute nacht gegen vier: selbes Spiel: Hase 2.0 erwischts (ausserdem insgesamt drei Schlafanzuggarnituren und Bettbezüge aus verschiedensten Körperöffnungen). Während der also zusammen mit diversen anderen Wäschestücken in die 60°C-Wäsche zieht, kommt Hase 1.0 von der Ersatzbank ins Bett zurück.
7:50h, Hase 2.0 zieht von der Waschmaschine in den Trockner, fängt Little L. wieder an zu husten, hält sich dabei Hase 1.0 von den Mund (endlich kann ich diese Körperspache deuten), kann aber logischerweise den Schwall nicht zurückhalten, nur umverteilen.... Weil eh schon alles wurscht ist, darf Hase 1.0 mit in die Badewanne, danach dann in die 60°C Wäsche.

Auftritt: Hase 3.0. Mit dem konnte man Mittagsschlaf halten, genau so lange, bis Hase 2.0 endlich aus dem Trockner kam. Dann begleitete man die Mami auf die Toilette und just in dem Moment, in dem diese ihr Hinterteil von der Schüssel hebt, wird Hase 3.0 in selbige befördert. Gottseidank ist die Waschmaschine grade fertig.

(Mal sehen, wieviele Hasenwechsel es heute noch geben wird. Ist ja erst Mittag)

Freitag, April 16, 2010

Glieder- und Kopfschmerzen

sowie ein steifer Nacken bei mir, Ü40-Fieber bei Little L (bisher einen Teelöffel Joghurt, 3 Erdbeeren und einen Esslöffel Griessbrei gegessen, dafür aber schon zweimal geduscht), und Hummeln im Hintern bei Little Q....
Gottseidank kann er am Nachmittag zu Nachbarsjungen spielen gehen, sonst bekommt er hier noch einen Lagerkoller... Wobei er den Vormittag über sehr schön mit seinen Playmobilrittern gespielt hat.
Übrigens, weil das sehr oft in den Kommentaren kam: es wird keine Jobauszeit geben. Ich arbeite einfach weiter wie normal und suche parallel. Erst wenn ich bis Ende Jahr nichts habe (Gott bewahre...), dann kommt Kündigung und Freistellung. Und was das alles mit der Gesundheit von mir und den Kindern zu tun haben soll, das ist mir eh nicht klar. (Schon klar, dass sich mein schlechtes Gewissen JobKollegenFirma gegenüber in Grenzen halten wird, wenn ich wegen kranken Kindern in Zukunft mal daheim bleiben muss)
(Sorry, wenn das hier ein bisschen motzig klingt, aber wenn ich krank werde oder so, dann bin ich so.)

Donnerstag, April 15, 2010

Trügerisch einfach

sind so Tage, wo ein Kind richtig krank ist.
Während ich sonst oft 150% aus einem Tag quetschen will ("Ach, dann putze ich vielleicht noch die Bäder. Und wenn ich dabei bin, grade auch noch die Küche. Meine Firmenmails muss ich noch checken. Ah, da muss ich gerade mal zurückrufen, die machen ja nur Murks, wenn ich nicht da bin. Heute schaffen wir Sporteln, Grosseinkauf und Schwimmkurs an einem Tag"etc.), was zur Folge hat, dass ich sozusagen enttäuscht bin, wenn nur 120% klappen, ist es an solchen Tagen so einfach: Man tut, was man muss. Alle Naselang das kleine K&K-Kind umziehen und duschen, auf dem Arm rumtragen, wickeln, duschen, Wäschewaschen, aufhängen, Trockner befüllen, Trockner entleeren, Mittagessen kochen, das alle Bedürfnisse (Schonkost, bloss kein Gemüse, Soulfood für die Mutter, was heute drei verschiedene Sachen waren) erfüllt, das grosse Kind bei Laune halten, so was. Die Erfolgserlebnisse sind dann zB, dass die Waschmaschine gerade in dem Moment fertig ist, als die nächste Ladung verkackte Kleider vom Kind geschält wurde, dass das grosse Kind friedlich ein Tipi aus Transparentpapier pimpt, während man selber den kleinen Bruder duscht, dass die beiden so lange friedlich Kugelbahn spielen, bis die 4.5te Maschinenladung auf der Leine hängt..... so was. Auf Gedanken, dass in einem Tag noch mehr drin sein müsste oder dass man selber Bedürfnisse/Wünsche hat, die man an solchen Tagen eben nicht erfüllen kann, das vergisst man einfach. Man freut sich über die wunderbare Kaffeemaschine, die einem einen perfekten Latte Macchiato nach dem anderen auf Knopfdruck fabriziert, das geht auch mit K&K-Kind auf dem Arm...
Und der absolute Luxus heute ist für mich, dass der Hübsche eher Schluss macht, jetzt gleich Little Q. zum Schwimmkurs abholt und ich mich neben meinK&K-Kind ins Handtuchlager kuscheln werde und die Augen zumachen kann. Immerhin sind sie ohne Unterbrechung seit heute morgen 3:50h offen.....

Update

So, Sorgen muss sich niemand machen. Der Frust und die Wut sind (gezwungenermassen, aber immerhin) Tatendrang und Optimismus gewichen.
Allerdings setze ich die im Moment v.a. zum Bewältigen übelstriechender Wäscheberge und zum Kleinkindduschen mitten in der Nacht ein (Bisher: dreimal), Little L. hat sich nämlich bei "Liebe Eltern, im Moment haben wir Windpocken und Magendarmgrippe in der Zwärgligruppe" für letzteres entschieden.

Dienstag, April 13, 2010

Wie jetzt?

Heute aktuell ein Interview mit Frau Brüllen, die ja theoretisch George Clooney hätte treffen können:

Zuallererst Frau Brüllen, wie geht es Ihnen?
Danke, ging schon besser.
Haben Sie damit gerechnet?
Ganz ehrlich? Neverever. Sonst hätte ich hier keine Witzchen drüber gemacht. Und ich war insgeheim vor dem Gespräch fast ein wenig traurig, dass ich diesen Eintrag, den ich im Geiste spasseshalber vorformuliert hatte, nicht verwenden könnte. Hat also doch direkt was Gutes gehabt.
Und, wie wars so?
Naja, ich dachte, ich bin im falschen Film. Und ich habe mich sehr über die einleitenden Worte meiner Chefin gewundert, die doch so gar nicht zu dem von mir erwarteten: "Aber dich betriffts nicht, wir werden hier in Zukunft megaviel Arbeit haben und freuen uns, dass wir dich weiterhin an Bord haben" passen wollten. Zu "Deine Stelle wird es ab Jahresende nicht mehr geben." aber ziemlich gut.
Da hake ich mal nach: Jahresende? Was heisst das? Wie geht es weiter?
Tja. Ich habe eine Gnadenfrist bekommen (wenn ich fies wäre, würde ich sagen, mein Schreibtisch quillt über, vorher lassen sie mich nicht weg, vermutlich hat aber meine Chefin mir ein halbes Jahr extra herausgeschlagen), d.h. wenn ich bis Ende des Jahres nichs neues gefunden habe, dann wird die Kündigung ausgesprochen und dann greift der Sozialplan und dann weiss ich nicht genau, weil da konnte ich nicht mehr nachfragen, weil ich eh schon so am Rumheulen war und die Taschentücher alle und dann bin ich gegangen.
Da darf ich nochmal nachhaken: Rumheulen? Sie haben wirklich....
Ja. Ich bin nicht stolz drauf, aber meine Rolle in diesem Gespräch hatte nicht viel Text: ein bisschen Schniefen, mhmmm, mhmmmm, okay, bis Montag, viel mehr nicht. Ich habe aber mit keiner einzigen Tür geknallt.
Wie, auch kein blöder Spruch? Wirklich nicht?
Doch, ich habe zur Personalfrau gesagt, dass sie froh sein soll, dass sie sonst nur Männer feuern, sonst hätte das halbe Päckchen Taschentücher, dass sie irgendwoher vorgekramt hat, nie gereicht. Gelacht hat keiner.
Und jetzt? Zukunftspläne?
Klar. Ich werde mit handgesiedeter Seife und Nähprojekten megareich, dann kaufe ich die Firma die unsere Firma gekauft hat und entlasse alle, die fies zu mir waren.
Das klingt ja schon wieder ganz aufgestellt.
Ja. Ich bin halt hoffnungsloser Optimist. Ich werde sicher was finden. Irgendwie, irgendwo. Wir sind ja mit Absicht in diese chemie- und pharmaverseuchte Gegend gezogen. Es ist sicher nicht leicht, eine Teilzeitstelle zu finden, die so passt, wie mein alter Job (btw: es ist/war wirklich ein Traumjob. Und ich wirklich gut darin.), aber das wird schon werden. Ich habe ja Zeit. Ein bisschen Angst habe ich schon davor, am Montag als einzige von den Gegangenen wieder dort aufzukreuzen und weitermachen zu sollen wie vorher, aber das wird schon.
Irgendein Schlusswort für unsere Leser?
Ja. Es soll wohl nicht sein, mit dem George Clooney und mir...

...

Wenn sie wenigstens George Clooney einfliegen hätten lassen...

Montag, April 12, 2010

12 von 12

Heute habe ich endlich mal dran gedacht. Und so dürfen Sie fotografisch einen der untypischsten Montag in meinem Leben verfolgen:

Wegen Mitarbeiterinformation ist Arbeitsbeginn heute erst um 13:00h (ein Novum, aber ich sag nicht nein ;-)).
Deswegen habe ich nach Kinderwecken, anziehen, in die Krippe bringen richtig gemütlich Zeit für Kaffee aus dem schönen neuen Becher. Und noch einen.

Anschliessend werden ein paar Rechnungen bezahlt

Dann kommen wir zum grossen Highlight des Morgens: Fensterputzen. Ich hasse das ja wie die Pest, aber einmal im Jahr muss es sein. Und dann bittedanke nach meiner bewährten 80/20-Methode: Mit dem Abzieher/Puschel, den der Hübsche zum Auszug von daheim seinerzeit mitbekommen hat die dreckige Scheibe mit Spüliwasser abschrubben, dann abziehen, restliche Tropfen mit Fensterputztuch trockenreiben. Mit dem runtergelaufenen Wasser kann man dann die Fensterrahmen und -bretter abwischen. Ist nicht perfekt, nicht streifenfrei, aber allemal besser als vorher (und in einer vernünftigen Zeit machbar)
Danach: Aufwärmen von innen und aussen, dazu endlich festes Frühstück und ein Buch.

Währenddessen darf wenigstens die Stickmaschine fleissig sein.

Nach dem Abtrocknen, Eincremen, Schminken die leidige Anziehfrage. Normalerweise auch an Arbeitstagen kein grosses Ding, aber heute kann ich mich nicht verstecken und es ist ein sehr offizieller Tag.
Als allererstes stehen Schuhe und Strümpfe fest.

Danach wird es schwierig: Rock oder Hose? Eigentlich würde sich ein Rock anbieten, weil ich ja sicher nicht in Labor/Betrieb gehen werde. Aber mache ich mich mit allzu weiblicher Kleidung nicht unnötig angreifbar und klein? Obenrum: Bluse? Langarmshirt?
Es wurde schliesslich das Langarmshirt, weil die Hose mir viel zu weit war,
kein passender Gürtel vorhanden und das Langarmshirt (immerhin passend zu den Strümpfen in lila) lang genug ist, um den unpassenden Gürtel zu verdecken.

Zur Nervenstärkung, ausserdem ist es schon fast Mittag, es gibt also was vernünftiges (passend zu den Strümpfen) zu essen. (Vor lauter Nervosität habe ich heute die ganze Packung gegessen. Ich sag mal: kauf ich wohl nicht wieder)

Auf dem Weg ins Büro noch schnell ein paar Sommerhosenstoffe für die Jungs beim Ikea besorgt

Tja, dann kam der "Arbeitstag": da kann ich ja immer nicht sooooo viel fotografieren. Ziemlich genau gar nicht. (Laut Info habe ich morgen rein rechnerisch eine 60%ige Chance, meinen Job zu behalten.)
Nach der Infoveranstaltung konnte ich mich überhaupt nicht mehr konzentrieren und nachdem uns von oberster Stelle für den Rest des Tages freigegeben worden war, holte ich den Hübschen am Bahnhof ab. Der hatte gar nicht damit gerechnet, dass ich ihn am Gleis abholen würde und so bekommen Sie anstatt eines wunderbaren Willkommensknutschbildes eines, wo ich ihn und seinen Kollegen wenigstens noch mit der Kamera erwischt habe, bevor sie in die Unterführung verschwanden (Ganz unten, gerade noch nicht aus dem Bild gelaufen).

Daheim dann: der allmontägliche Trip mit den Kindern in die Bücherei

die allmontägliche Tiefkühlpizza (Montag ist unser Junkfoodtag), Kinder ins Bett, letztes Kapitel vom ersten Band Sams, Blogeintrag schreiben, und jetzt gleich dann GA, PP und Dr. House.

Mehr zu 12 von 12 bei Frau Kännchen.

Sonntag, April 11, 2010

"Yruume, nyt usruume" *

Was da oben wie isländisch aussieht, ist der erste Ratschlag, den Little L. von Little Q. angenommen hat. Und so räumt er ein. Alles. Immer. Das ist sehr schön, wenn er die zunächst begeistert mit Schwung ausgeleerten Bauklötze mit Liebe und Ausdauer zurück in den Eimer sortiert. Auch wenn er den Chaosschrank (Plastikbecher, Tupperware, Babyflaschen, da darf er schalten und walten, solange die Tür noch zugeht) in der Küche zunächst ausräumt und dann begeistert wieder einsortiert.
Nicht ganz so schön, wenn er was einräumt, was ihm nicht gehört, ihm aber trotzdem am falschen Platz dünkte.
Da die Kommunikation im Moment noch etwas eingeschränkt ist, ergeben sich dann folgende Dialoge:
"Hat irgendjemand den Schlüssel, das Telefon, die Fernbedienung gesehen?"
"Jaaaa, Mami, das hatte vorher der Little L."
"Hey, Lennibenni, hast du den Schlüssel aufgeräumt."
"Ahwo."
"Ja, hallo auch."
"Mammaaaa."
"Ja, ich bin die Mama, das stimmt. Wo ist der Schlüssel?"
"Aaaahwo."
"Ja. Hallo."
"Aaaaaahwo."
"Ach so, du meinst den Vogel da draussen."
"Dis."
"Ja, da ist ein Vogel. Wo ist denn der Schlüssel?"
"Aaaaahwo. Mamma."
"Ja. Hallo, Lennimann. Schlüssel?"
ad infinitum...... aber er ist kreativ, das muss man ihm lassen, oder hätten Sie, nichtschwanger und fast nicht mehr stillend, den Schlüssel im Kühlschrank im Gemüsefach gesucht?

* = Einräumen, nicht ausräumen!

Sonntag, so wie er sein soll

  • Mit den Kindern aufgestanden und den ausschlafenden Hübschen erst zum Pyjamafrühstück mit frischen Croissants geweckt.
  • Bis dahin drei Latte Macchiato aus meiner neuen schönen, sinnfreien Porzellan-Isolier-Coffee-To-Go-Tasse getrunken (beim Alleine-Stadtbummel mal so vorausschauend fürs Büro gekauft. Trinkt sich aber auch daheim gut draus. Bin also für alle Eventualitäten gerüstet.)
  • Dann von 10 bis 12 mit dem Gradenichtmehrbaby Vormittagsschlaf gemacht.
  • Schinkennudeln für alle zu Mittag
  • Danach ins Hallenbad. Little L. und, als der müde wurde, auch Little Q. wurden voneiner sehr fürsorglichen 10jährigen adoptiert. Als ich der Mutter eim gehen zu ihrer Tochter gratulierte, war diese sehr verwundert.
  • Jetzt: Kaffee für die Grosse, Joghurt für den mittelgrossen und nch ein Nachschläfchen auf dem Sofa für den Kleinen.
Und die grösste Entscheidung, die heute noch getroffen werden muss, ist die, was es zum Abendessen geben soll.

Ein ganzer Tag wie Milchreis. Tröstend und kraftspendend.

Samstag, April 10, 2010

Jehova, Jehova

„Du, Kind, da kommen immer so Briefe von einer Sekte für dich. Irgendwas mit „Wort“. Normalerweise schmeiss ich die immer ungeöffnet weg, aber den einen, den hab ich mal aufgemacht. Da war ein Scheck drin für dich. Willst du den?“
Ich erinnere mich noch, als wäre es gestern gewesen, wie die Dekanatsekretärin uns seinerzeit (8 Jahre ist das her. Mann, bin ich alt) nach Einreichung der Doktorarbeit den Tipp gab: „Als Kontaktadresse für die VG Wort geben Sie am besten die Adresse Ihrer Eltern an. Sie werden ja demnächst wegziehen und da kommt schon immer mal wieder Korrespondenz. Und auch manchmal Geld.“
Ich denke, ich sollte rausfinden, wie man einen Orderscheck einlöst und mich über die 221.30€ freuen und nicht darüber nachdenken, wie viel „Sektengeld“ schon ungeöffnet im Altpapier gelandet ist.

Zwerg hoch 2

Für ein Nachbarsbaby (ganz frisch) und das von Freunden (Ende Mai) entstanden diese Babykombis. Der Pulli ist eine Zwergenverpackung, die Hose aus der Frühjahrsottobre (Bündchen habe ich weggelassen, weil ich Jogginghosen auch für Babies nicht soooooo toll finde)
Hach. Die gefallen mir beide richtig gut. (Igel und Pilz von hier)

Auszeit

für MICH! (Gestern gings, aber die beiden Tage davor war die Mischung Schlafmangel, Jobsorgen, Kleinkind mit eigenem Willen, Grosskind mit der Standardantwort "Warum?" oder "Nein, ich muss nur noch...." auf alles, einfach alles, eine ungute.)
Und so werde ich heute allein ins Kleinstädtchen fahren, mir die Wolle vom Kopf scheren lassen mich den magischen Händen meiner Hairstylistin anvertrauen (Wenn ich schon vielleicht gefeuert werde nächste Woche, dann will ich wenigstens gut dabei aussehen ;-)) und Feuchttücher, Klopapier und sonstiges beim Grosseinkauf Vergessenes kaufen die Seele baumeln lassen.

Donnerstag, April 08, 2010

Kreativ wie

ein Buchhalter ;-): die von Little Q. aufgefädelte Indianerkette aus dieser Bastelmappe:

"gell Mami, immer die gleichen Farben und Formen zusammen. Sooooooo schön."

(Halt doch mein Sohn ;-))

He's walking

Little L. seit gestern. Videobeweis der ersten Schritte gibt es heute abend.
Von dieser Art des Laufens bis zu "Habe ich je was anderes zur Fortbewegung getan?" dauerte es bei Little Q. damals noch zwei Wochen.
video
(Verzeihen Sie das hysterische Gekreische und Gejubel meinerseits. Hormone. Oder so)

Grmpf.

So ein harmlos aussehender Brief (wenn man so halbwegs damit rechnet, sieht er nicht mal harmlos aus) kann einem ganz schön die Laune verhageln. Auch wenn man den ungefähren Termin des "persönlichen Gesprächs über Ihre Zukunft" eh schon kannte und nur vor lauter Arbeit verdrängt hatte.
Der Hübsche sagt, ich soll bitte aufhören, Angst zu haben, das würde schon werden. Aber sagen Sie das mal meinem Unterbewusstsein.
Die armen Kinder, haben mit einer ganz schlimm unter Druck stehenden Mutter (Schlafmangel machts nicht besser) zu kämpfen.
Existenzangst (nennen wir es doch beim Namen): nicht schön.
Also, wenn Sie ein paar Däumchen übrig hätten..... Dienstag, 13:00h.

Mittwoch, April 07, 2010

Immerhin

werden wir bei der Anmeldung in der Kinderarztgemeinschftspraxis nicht mal mehr gefragt, bei welchem Arzt wir sind. Und unseren Namen müssenwir auch nicht mehr buchstabieren. Hat doch sein gutes, Stammkunde zu sein. (Heute: Little L.s Fieber, das gestern abend wiederkam, sein Husten, Schnupfen, Ohrenreiben und weil wir gerade dabei sind, auch Little Q.s Wachstumsschmerzen.)


Edit: Harmloser Virusinfekt. Kennen wir ja schon. (Lunge frei, Ohren gut, Hals leicht rot, Blutwerte normal, Impftermin am Freitag trotzdem verschieben.)

Dienstag, April 06, 2010

Möff

Tempora mutantur et nos mutamur in illis. Jawoll, Frau Brüllen hat nicht nur in Physik und Altgriechisch Abitur gemacht, nein, als Schülerin eines ehemaligen "Erzbischöflichen Knabenseminars" (ganz ohne Prügelstrafe und so. Zumindest zu meiner Zeit) auch das grosse Latinum.

Was ich damit sagen will: Little Q. erwischt mich beim Surfen. Hier. Und fragt sofort: "Mami, wann bekommst du die neue Stickdatei zum Probieren? Ich will genau das Monster auf ein Shirt haben."

Ich habe dann eigenmächtig die Hoodie-Farbe passend zu den restlichen Streifen in rot geändert (huihui, Little Q. was not amused),
hinten ein lautes "Waaaaaaah" draufgestickt
und Little Q. noch einen der anderen Kollegen aussuchen lassen ("Alle, Mami.")

Aber ich gestehe, auch mein Liebling ist das Möffmonster. Absolut.


Die neue Stickdatei "Munsters" gibt es ab Freitag bei Kunterbuntdesign, passende Velours wird es bei Farbenmix geben und das Ganze stammt aus der Feder von Hamburger Liebe, deren Vielseitigkeit (Gespenster, Helden, Füchse, Matrosen, Monster, einfach so locker flockig.....) mich immer wieder mit offenem Mund dasitzen lässt.

Wieder mal: vielen Dank, dass ich probesticken durfte. Ich (und Little Q.) wissen dieses Privileg sehr zu schätzen.





In Anbetracht von Little Q.s eigenem Körperschmuck wären wahrscheinlich Punkte passender gewesen als Streifen, aber meine Vorräte geben nun mal v.a. Streifen her. Viele Streifen.

Uuuuuund check

Und wieder ein Bereich der kindlichen Entwicklung, den wir abhaken könnnen: Little Q. hat einen imaginären Freund. Und zwar nicht nur einen normalen Freund, der sich viel mehr traut als er selber und rotzfrech ist und mit Absicht Little Q.s Wasserbecher umwirft, nein, er hat einen Seehundbruder. Der heisst auch L., hat seine Seehundfamilie im Streit mit seinem Bruder ("Weisst du, Mami, der hatte einen Bruder, der war nicht so lieb wie ich zu unserem Little L., die haben sich ganz fest gestritten und dann ist der SeehundL. weggegangen. Er hat nur eine Tube Creme mitgenommen, im Fall er Windbrocken bekommt." (Ich finde diese Schweizer Grammatik auf Hochdeutsch, das Little Q. ja mit uns spricht, einfach herrlich)
Kennengelernt hat er ihn übrigens auf dem Klo, als er mal länger sass, weil er Flitzekacke hatte. Ein bisschen mehr Info, als ich wollte, aber gut.
Wenn Little Q. also daran denkt, wird für den Seehundbruder mitgedeckt, er wird mitangeschnallt, darf mit im Hochbett schlafen, obwohl er überhaupt nicht korrekt die Leiter benutzt, sondern immer Kopf voraus auf die unten für Notfälle liegenden Matratzen springt.

Montag, April 05, 2010

Das sind die Gene


The "R.Kelly"- Song..., originally uploaded by Prozac74.



High, originally uploaded by Prozac74.

Beide können fliegen ;-). (Little Q. war auf diesen Bildern zwei Monate jünger als Little L, deswegen musste er zum Fliegen die Augen noch zumachen.)

Sonntag, April 04, 2010

Schoggi II

Little L. hat das letzte Ei gefunden: eines, das hinter den Kratzbaum gefallen ist.....
Und so kam er morgens um halb acht zu seiner ersten echten Schokolade. Er hat das kleine Lindor-Ei nicht ganz geschafft. Zwischendurch hat er es dreimal im Latz seiner Hose verstaut und dann irgendwann kapituliert ;-)




Schoggi I

Wenigstens isst Little Q. seine Hasen. Meine Schwestern und ich haben die Schokofiguren seinerzeit zum Teil bis zum nächsten Jahr aufgehoben, weil sie uns sooooo leid taten....
Little Q. musste heute diverse Male gebremst werden, sonst hätte er den Hasen wohl am Stück verschlungen. So wurde er nur Schritt um Schritt zur Unkenntlichkeit verstümmelt:






Einkäufer

Nachlese zum neuen Zimmer: Drum prüfe, wer sich ewig oder so bindet....


Happy Eastr


Happy Eastr, originally uploaded by Prozac74.

Arbeitsteilung: die Frau(en, ich hatte Unterstützung von meiner Schwester) färbt, der Mann fotografiert.
Wir alle wünschen euch ein wunderbares Osterfest, so wie wir auch eines haben (ganz anders zwar als geplant, aber trotzdem schön)