Montag, März 31, 2008

Das sind ja gleich drei tolle Sachen auf einmal

  • Italiengeschäftsreise morgen fällt flach (bzw. wurde verschoben): d.h. bügelfreier Serienabend heute (die Herren, mit denen wir da verhandeln und immer extrem lecker essen gehen, sind so schick, da muss Frau aufpassen, dass sie kleidungstechnisch nicht untergeht....). Hach.
  • Krippenplatz im Dorf ab Juni. Definitiv. Hach. Endlich.
  • Jährliche Gehaltserhöhung. Hach.

Immer noch unklar

was da genau passiert ist. Ich weiss nur, dass wir auch dort zu klettern angefangen haben. Die Route, in der das Mädchen abgestürzt ist, war meine erste. Sie war auch die, die wir zum Speedklettern benutzt haben (wie war das? 1:27 Min als Bestleistung?).
Haben wir da immer perfekt gesichert? Ich hoffe es.

Sonntag, März 30, 2008

Be prepared


Nächste Woche ist es mal wieder soweit: Familienzusammenführung Rage und Brüllen.


Wir haben in der Zwischenzeit unseren Tourischein gemacht:


Für Holz ist gesorgt. "Easyflame" gibt es im Umkreis von mehreren Kilometern an keiner Tankstelle oder sonstigen Einkaufsmöglichkeit. Stattdessen haben wir Anzündholz und Chemineeholz für die nächsten 100 Jahre.



Wir haben die Waldhütte unserer Gemeinde (war leider besetzt) und die Brätelstellen davor in einer Ortsbegehung getestet und für geeignet befunden. Anreise: 1.5 km zT steil bergauf. Fahrräder wären insgesamt vier vorhanden, ebenso ein Kinderanhänger. Ob aber Frau rages Fruchtblase diese Tour gefällt? Zur Not müssen wir zu Fuss gehen.



Bei den Feuerfähigkeiten verlassen wir uns dann auf den Expfadi. Unser Feuer brannte dank "Fricktaler Zeitung" zunächst recht gut, dann aber wurden die Bananen eher heissgeräuchert.



Dementsprechend schwankte das Ergebnis auch zwischen "aussen noch kalt" und "ups, schon verkohlt", Das kann aber auch an meiner noch nicht perfektionierten "Branchli-in-die-Banane"-Technik liegen. Auch hier hoffen wir auf professionelle Unterstützung.
Das abschliessende Löschen klappte immerhin ganz gut.


Bleiben noch Lasagneblätter, Mascarpone, Ricotta und huhnfreier Parmesan zu besorgen.



Wir freuen uns auf jeden Fall schon.

Freitag, März 28, 2008

Lach- und Kackgeschichten

Little Q. ist mittendrin in der "Gaggi ist das Grösste"-Phase.
Wie hier, hier und in diesem Filmchen zu erahnen, beschäftigen ihn Ausscheidungen aller Art schon eine Zeitlang.

Gestern beim Kinderturnen war er allerdings der einzige, der auf die gern gestellte Frage "Was meinst du denn, was in dem dicken Bauch (8.Monat, da darf man sowas sagen) vom Mami von der XY drin ist?" nicht mit einem begeisterten "Bebe" oder "Gschwüschterli" geantwortet hat, sondern lauthals "Ganz viel Gaggi" durch den Pfarrsaal gegröhlt hat.

Und einem derartig interessierten jungen Menschen darf man ja Studien am Objekt nicht untersagen. Ganz besonders nicht, wenn die Mutter einfach echt dringend aufs Klo muss und die Alternative in einem von aussen an der Tür rüttelnden randalierenden Kind besteht, so dass jede Ruhe auf dem stillen Örtchen dahin ist.
Ruhig war es aber auch so nicht besonders. An dieser Stelle schwöre ich, dass ich mein Kind in Zukunft bei allen Sitzungen auf der Toilette in Frieden lassen werde. Fast alles, was er gesagt und getan hat, waren nämlich Sachen, in denen ich mich bei seinen bisherigen Experimenten auf der Toilette sehr gut wieder erkannt habe.
Ich sass also gemütlich auf der Toilette, er auf dem Rand der Dusche.
Q.: "Musst nicht vielleicht nur Pisi?"
K.: "Nein, ich muss schon Gaggi. Und jetzt lass mich doch bitte in Ruhe."
Q.: "Hah, jetzt hast aber doch Pisi gmacht."
K.: " mhmmm."
Q. (springt auf, klemmt mir den Ikeahocker unter die Füsse, so dass ich wie der Aff am Stangerl dasitze): "Da, damitst nit abegheist." (= damit du nicht runterfällst)
K.: "Danke. Und jetzt lass mich mal in Ruhe."
Pause
Q.: "Machts weh?"
K.: "Nein, geht schon."
Q.: "Brauchst a Spritze?"
(Anmerkung: das habe ich noch nie gesagt. Aber er hat von seinem Antibiotikum noch eine Spritze übrig, die er begeistert einsetzt)
Q. (rammt mir die Spritze ins Bein): "Da. Jetzt is gli besser."
K. (gequält): "Ja, super. Und jetzt lass mich in Frieden."
Pause
Q.: "Und, spürst scho, dass öbbis usechunnt?"
Und an dieser Stelle haben wir die Konversation endgültig beendet.

Highlight am Nachmittag im Zolli: Elefantengaggi, wie könnte es anders sein.

Mittwoch, März 26, 2008

So richtig was für grosse und kleine Jungs

und technisch interessierte Mütter ;-): Das Verkehrshaus in Luzern.


Der eigentlich excellente Plan des Hübschen, über Little Q.s Mittagsschlafzeit zu fahren, ging leider nicht ganz auf, weil Little Q. nicht müde genug war, um während der Stunde Fahrt die Augen zuzumachen. Dafür hat er seine Trinkflasche in ein Suchbild, das er mal in einer Apotheke bekommen hat, eingewickelt: "Es Geschenkli für Luzern."

Wir haben uns also mit einem müden Kind dreieinhalb Stunden in einer Eiseskälte Autos, Motorräder, Züge, Flugzeuge, Schiffe und Seilbahnen angesehen. Was wie ein Horrornachmittag klingen mag, war ein Riesenspass. Wir haben am Eingang keinen Schrittzähler mitgenommen, aber den einen oder anderen Kilometer werden wir schon runtergerissen haben.



Der Fokus meiner beiden Jungs war ganz klar: der Hübsche will gute Fotos machen, Little Q. will Knöpfe drücken und sich in alles reinsetzen. Also war mein Fokus auch klar: beim Betreten einer jeden Halle sofort mit Argusaugen die Schilder "Bitte aufsteigen/einsteigen" und potentielle Knöpfe ausspähen,
gleichzeitig das Kind davon abhalten, zB die NICHT zu berührenden SauberPetronas-Rennautos zu besteigen und am besten noch zu starten.
oder einen der verführerisch rumhängenden Helikopter zu besteigen:
Schweiz zum Draufrumlaufen:

Hier wohnen wir (das Bild, wo ich mit meiner wunderschönen, Osterhasentattooverzierten Hand genau auf unser Grundstück zeige, hat der Hübsche nicht für speicherungswürdig gehalten)

Wir hatten alle einen Riesenspass, der dann nach Museumsschluss noch mit einem Stadtbummel in noch eisigerer Kälte durch Luzern, einem Abendessen beim goldenen M und einer gemütlichen Heimfahrt durchs Schneetreiben abgerundet wurde. Little Q. ist trotz ausgefallenen Mittagsschlafs und fleissiger Marschiererei erst gegen halb acht, kurz vor daheim eingeschlafen.

Montag, März 24, 2008

Timbo!


Learning Newton The Hard Way, originally uploaded by Prozac74.

Dieses "Spiel" wurde eingeführt, um Little Q.s und Au-els Frust, wenn die kleine Schwester einen mühsam aufgebauten Turm zestört, zu minimieren. Beim Einsturz schreit man laut "Timbo" und schon ist es witzig. Klappt erstaunlich gut.
Diesmal durfte Little Q. in Vollschutz selber "Timbo" machen.

Abenteuer Tiefsee

Bei Minusgraden und leichtem Schneegriesel ist es hier sehr ungemütlich, Zeit füf uns, ins "Abenteuer Tiefsee" abzutauchen.
Irgendwie hätten wir uns aber denken können, dass eine Ausstellung zu diesem Thema vor allem eines ist: dunkel. Little Q. war nur mit Engelszungen dazu zu überreden, den Ausstellungsbereich überhaupt zu betreten. Gottseidank war ich im Schwarzlicht mit meinem weissen Longsleeve leicht für ihn zu lokalisieren. Am liebsten wäre er die ganze Zeit auf meinem Arm gewesen und hätte sich keinen von den grusligen Fischen auch nur ein bisschen angesehen. Leider für ihn waren die Eltern aber durchaus daran interessiert. Nicht einmal der Trick mit "Kuck mal, das ist ein Knopf, da kannst du drauf drücken" funktionierte. Kein Wunder, wenn auf Knopfdruck überlebensgrosse Modelle von unheimlichen Tiefseefischen beleuchtet werden.
Nicht einmal das vom Nachbarssohn so begeistert gelobte U-Boot (klar, da lief ja ein ... etwas eintöniger... Film im Cockpit) konnte Little Q. begeistern. "Ich da nit inegoh. Du au nit. Papi au nit." Eigentlich kein Wunder. An einem unheimlichen dunklen Ort begibt man sich auch nicht in ein kleines abgeschlossenes Ding.
Anscheinend hat Little Q. die Abneigung seiner Mutter gegen Geisterbahnen etc. geerbt.
Wir waren also nach ca. 20 langen Minuten mit der Ausstellung durch und haben uns dann den harmloseren Exponaten des Naturkundemuseums gewidmet: "Lueg amol Mami, a Elefant mit Fell."
Jetzt schneit es richtig, wir werden also am Nachmittag mal wieder gumpen, nehme ich an.

Sonntag, März 23, 2008

Wer suchet

Da hat der Osterhase aber eine ganz deutliche Spur gelegt.


Und auf dem Speicher sind noch mehr Eier (Man merkt, die Mutter, die den Osterhasen bei der Eierauswahl beraten hat, steht auf die feinen gefüllten Eier der berühmten Schweizer Traditionsschokoladenfirma L. (da fällt mir ein, ich habe auch noch ein Tütchen "femina"-Eier von Cailler besorgt, aber nicht versteckt. Die sind jetzt sozusagen mein Geheimvorrat im Küchenschrank.).


Die ganze Sauna ist voll!


Die heissgeliebte Ambulanz, die der Osterhase mitgebracht hat, wird nicht mehr aus der Hand gegeben.


Nicht mal die Waschmaschine ist sicher.


Am Ende war Little Q. ein bisschen gestresst, weil er das Gefühl hatte, dass er verpflichtet ist, all die Schokolade auf einmal zu essen.


Und aus irgendeinem Grund denkt er, sowohl Hühner als auch Hasen ernähren sich von Eiern. Die einen von Hühnereiern, die andern von Schokoeiern. Welche Zähne man dafür braucht, müssen wir noch klären.

Aufgeladen

Meine Akkus, die über die letzten Wochen so leer geworden sind, sind wieder voll. Voll mit Zeit als Familie, Zeit als Paar, Zeit für mich allein, Zeit zum Kochen und Essen, Zeit zum Lesen, Zeit zum Kuscheln, Durchkitzeln, Kaffeetrinken, Lachen, Lästern, Geniessen, Toben, so wie hier in der auf dem Speicher eingerichteten Gumpiecke..



Das Mistwetter (den ganzen Winter schneit es hier keine einzige Flocke, aber heute, am Ostersonntag ist alles weiss. Genau so lange, bis die Eiersuche im Riesendachbodenraum zu Ende ist. Egal, war trotzdem ein Riesenerfolg. Ich hoffe, wir haben kein Schokoei in der Sauna übersehen...) tat ein übriges, dass wir drei richtig gemütliche freie Tage verbracht haben.



Nachdem Little Q. im Moment ja begeistert Fotoalben von sich und uns als Babies anschaut, haben wir heute zum ersten Mal alle zusammen die bisher gemachten Videoaufnahmen gesichtet. Wahnsinn, wie klein Little Q. mal war (mit den wenigen Zähnen und dem "dadadadada"-Gebrabbel). Und was wir für einen Unordnung in der alten Wohnung hatten....



Essentechnisch bleibt bisher zu sagen:






  • man braucht sagenhaft viel Salz für die SalzkrusteAber der Fisch war auch sagenhaft lecker, fand sogar Little Q. Das Kokosrelish war sehr gut. Hier noch die beiden Handwerker, vor dem Handaufschlitzen



  • Ich kann Lammkeule füllen und braten. Und ich mag Lamm, da war ich mir ja bis zum Schluss unsicher. Ist auch gut so, weil das war so viel, da werden wir die ganze nächste Woche noch satt.



  • Bobotie mögen wir übrigens auch alle. Mrs. Ball's Chutney gab es in keinem der hiesigen Supermärkte, wir haben also halb und halb süsses und scharfes Mangochutney reingetan.

Nach soviel Zeit zu Hause ist für die morgen anbrechende GANZE WOCHE FREI erstmal ein Besuch in der Tiefseeausstellung geplant, evtl. fahren wir irgendwann nochmal nach Luzern ins Verkehrsmuseum (will irgendjemand mit?), Mittwoch haben wir ja kinderfrei, d.h. wir werden uns wieder einen erwachsenentauglichen Film im Nachmittagsprogramm suchen, in den Zoo gehen wir auch mal wieder..... da kann das Wetter sein, wie es will.

Samstag, März 22, 2008

Fragestunde

Little Q. ist mittendrin im Fragemodus. Egal was, egal wie langweilig oder interssant, egal wie offensichtlich, alles wird hinterfragt. Und das mit einer Ausdauer, dass einem schwindlig wird.
Ganz banales Beispiel: ich wische den Boden im Wohnzimmer, Little Q. muss von der Treppe aus zusehen, um fünf Millionen Fusstapper zu vermeiden.

"Was du machst?"
"Ich wische den Boden."
eine Zehntelsekunde später:
"Was du jetzt machst?"
"Ich wische immer noch den Boden."
"Was Boden ist?"
"Der Boden ist das, worauf wir laufen."
"Was laufen ist?"
"Laufen ist, was du machst, wenn du nicht gerade auf der Treppe sitzt."
"Was du jetzt machst?"
"Jetzt spüle ich den Putzlumpen im Putzeimer aus."
"Was Putzlumpen ist?"
"Das da ist der Putzlumpen"
"Wo Putzlumpen kauft?"
"Beim Coop."
"Welcher Coop?"
"Bei dem Coop bei uns im Dorf."
"Was noch Dorf ist?"
"Die Kirche zum Beispiel. Und der Tierarzt."
"Und Waggis."
"Ja, aber nur zur Fasnacht."
"Wann Fasnacht ist?"
"Die Fasnacht, die ist zwischen Weihnachten und Ostern."
"Wann Ostern ist?"
"Übermorgen."
"Was "übermorgen" ist?
"Das ist der Tag nach morgen."
"Was du jetzt machst?"
"Jetzt hole ich den Putzeimer ein Stück weiter her."
"Was Eimer drin ist?"
"Da ist Putzwasser drin."
"Was Putzwasser ist?"
"Wasser mit Seife drin zum Wegputzen von Dreck."
"Was Dreck ist?"
"Erde, Staub, Essensreste."
"Was du jetzt machst?"
"Little Q., ich putze immer noch den Boden.. Aber mach doch mal deine Augen auf und schau, dann siehst du doch, was ich mache."
entrüstet: "Ich hab meine Augen offen! Ich dir genau seh."

"Das heisst "ich sehe DICH genau", nicht "dir"."
"Ich dich genau sehe. Was du machst?"
"Warum fragst du dann immer dasselbe?"
"Was "immer" ist?"
"Ach Little Q., immer ist, wenn man was andauernd wiederholt. Kannst du mal fünf Minuten still sein."
"Was "still" ist?"
""Still" bedeutet, dass man nichts sagt und auch sonst kein Geräusch macht. Kannst du still sein?"
"Ja."
10 Sekunden Pause.
"Ich still war."
"Mhmmmm. Stimmt."
"Was du jetzt machst?"
.......


Woher hat er das bloss? Scheint ganz so, als ob Labertasche plus Labertasche eine Extremlabertasche ergeben hätte....

Freitag, März 21, 2008

Biologie für Anfänger

Beim "Bobo im Zoo"-Lesen vor dem Mittagsschlaf ist Little Q. beeindruckt:

"Nilpferd scharfe Zähne!"
"Nein, das Nilpferd hat keine scharfen Zähne, die sind nur gross. Nilpferde fressen nur Gras und Gemüse, da brauchen sie keine scharfen Zähne. Nur Tiere, die Fleisch fressen, brauchen scharfe Zähne."

Beim Zvieri erzählt Little Q. dem Papi, was er gelernt hat:
"Nilpferd esse nur Gras und Gemüse. Wenn Nilpferd aber Fleisch isst, dann kriegt es scharfe Zähne."


Tja.

Lichtblick

bei diesem Pisswetter draussen (hier schneit es nichtmal, es ist nur ätzend, kalt, stürmisch und schüttet):

Wir haben das ganze Haus geputzt. Mit Wischen, Schränke in der Küche abwischen, Fussleisten putzen und Abstellkammerl ausmisten (hach, die ganzen kleinen Babysachen.... alle noch da.). Bis kurz vor Schluss hat es fast Spass gemacht...

Als Belohnung gibt es jetzt gerade lecker Latte Macchiato.

Zum Abendessen wurde "irgendwas mit Fisch" mittlerweile definiert: es gibt zwei Doraden am Stück, Bauch gefüllt mit Koriander, Dill, Petersilie und Zitronen, in der Meersalzkruste (reichen 3 kg?), dazu Pellkartoffeln für mich und Pommes für die Jungs (wir haben nicht mehr genug, ich liebe Pellkartoffeln und Little Q. hat in den letzten beiden Tagen durch extrem angewidertes Probieren gezeigt, dass er Pellkartoffeln hasst) und ein Kokos-Limetten-Gurken-Chili-Tomaten Relish, das schon schön vor sich hin zieht (Event des Nachmittags bisher: Little Q. darf beim Öffnen der Kokosnuss helfen und der Hübsche schlitzt sich mit dem Handbohrer den Zeigefinger auf).

Zur körperlichen Ertüchtigung wird jetzt gleich im grossen Speicherraum eine Gumpilandschaft aufgebaut, weil ich bei diesem Sauwetter echt nicht raus will.

Und wir haben gestern endlich auch unser Zimmer (in einer Parallelstrasse zur Grünen Villa) für die Übernachtung nach der Gartenparty des Jahres gebucht, nachdem wir ja letztes Jahr leider verhindert waren.

Little Q. und ich sind übrigens ein Geheimteam mit je einem Osterhasentattoo auf der Hand (danke, Frau Düne). Ich habe mich am Mittwoch noch gewundert, warum die Kollegen während der Sitzung mich so seltsam gemustert haben, da ich doch ganz züchtig in Jeans und Rolli unterwegs war. Das Testtattoo (ein kleines Küken auf dem Handrücken), das ich am Tag vorher appliziert hatte, um Little Q. zu zeigen, dass es wirklich nicht wehtut, passte zwar zur Jahreszeit aber nicht direkt in die wichtige Sitzung...

Hach ja. Und morgen werden endlich Eier gefärbt. Mal sehen, ob die dann im Haus oder im Schnee versteckt werden.

Donnerstag, März 20, 2008

MuKiTu mit MOE


wie die forenerprobte Mutter von heute das wohl nennt.


Man hat ihm auf jeden Fall nichts angemerkt. Und ich kann endlich den Text des legendären Lieds "Osterhas, weischt du was? Ich han dich gsäh im hohe Gras..."





Merkt mans? Das Motto heute war "Osterhasenwerkstatt"

Also doch

Hat meine Intuition doch nicht getrogen. Fast hätte ich den Termin heute abend nach einem begeistert kinderturnenden und stundenlang in der Kälte durch den Wald laufradtourenden Kind abgesagt, aber: Mittelohrentzündung, zumindest einseitig, andere Seite fast.
Und es lebe das Landleben, weil Gründonnerstag um sechs Uhr abends hat nur noch die Notfallapotheke offen und die ist einen Haufen Dörfer weiter. Haben wir also das Fricktal ein bisschen besser kennengelernt. Und Little Q. hat nun zwei neue Sorten Sirup: Antibiotikum und Ibuprofensaft.
Danke für die Besserungswünsche, bis aufs Schlafen und keinen grossen Appetit geht es Little Q. prächtigst.

Ausserplanmässig

Vielleicht beruhigt es einige von den Damen, die mit meiner Planeritis nichts anfangen können, dass der Ferienbeginn nicht ganz planmässig läuft: Little Q. hat gestern zweieinhalb Stunden zum Einschlafen gebraucht, extrembekuschelt und sehr jammerig, aber wenig kooperativ ("Little Q., tut dir was weh?" "Jahaaaaaa" "Wo denn?" "Ick kanns nit sage").
Er rotzt extrem und nachdem das Geheule beim Hinlegen schlimmer wurde, befürchte ich eine Mittelohrentzündung. Wegen Osterfeiertagen etc. gehen wir einfach der Sicherheit halber noch zum Arzt. Mal sehen...

Mittwoch, März 19, 2008

Berry Swirl

Endlich mal wieder eine richtige Mädchenseife. Der Plan war mal wieder ein anderer, aber auch mit der recht schönen Marmorierung bin ich zufrieden.




Öle: Palm-, Sonnenblumen-, Oliven-, Aprikosenkern- und Macadamianussöl (das riecht sooooo lecker)


Bei den Farben habe ich mit allen Mädchenfarben, die mein Farbtopf mittlerweile enthält, rumgespielt: Titandioxid, um eine weisse Basis zu bekommen, "Brillantrosa" (das im heissen Seifenleim beängstigend lachsfarben aussah), "Dark Pink" und "Dark Violett".


Duftöl: "Currant in the sun", und genau so riecht sie auch.


Als Special Edition gibt es zwei Engelchen, auf die aber die Entdeckerin der Formen das Vorwaschrecht hat.

Alle anderen können hier noch weiterstöbern und hier lesen, wie man an die Seifen kommt.

Noch perfekter

wird der Start in die Osterferien durch einen "Frühstart", d.h. der Hübsche und ich werden jetzt schon die Zelte im Büro abbrechen, in die Stadt fahren, kinderfrei durch die Fussgängerzone bummeln, das Schnuckelchen mal in real anschauen, Starbucks to go geniessen, endlich den Omabeitrag für die Bosom Buddies investieren, und dann das Kind abholen, das in der Krippe noch fleissig Osternestli bastelt und sucht, und dann in die Familienferien starten.

Perfekter Start in die Osterferien

"Frühjahrsputz" im Büro (= die mittlerweile zwei bedenklich hohen Stapel an zu shreddernden Unterlagen entsorgt, Pflanzen gegossen, alte Mails erledigt)

In einer (erstaunlich wichtigen) Sitzung einen (erstaunlich guten) Stegreifvortrag gehalten, eine Entscheidung wurde (erstaunlich einstimmig, erstaunlich schnell und extrem erstaunlich positiv für mich) getroffen. (Ich kann jetzt ein bisschen so Castingshow-Kandidaten verstehen, die gewinnen und sich darüber total freuen, aber andererseits den enttäuschten Kollegen neben sich sehen und ... naja, ich freu mich trotzdem). Die Arbeit der letzten Monate und v.a Wochen hat sich also absolut gelohnt.

Ich habe schon eine Idee, was ich mit dem auszubezahlenden Nachtarbeitszuschlag mache.

Der Menüplan über die Ostertage steht:

  • Gründonnerstag: Eier mit Frankfurter Grüner Sosse
  • Karfreitag: irgendwas tolles mit Fisch. Evtl. einen ganzen in der Salzkruste
  • Karsamstag: Bobotie
  • Ostersonntag: gefüllte Lammkeule ala Jamie Olivers Italienkochbuch, Dessert: Minz Panna Cotta
  • Ostermontag: Rest vom Sonntag im Fladenbrot

Eine richtig schöne Mädchenseife ist fertig geworden (Fotos kommen heute abend. Ines, die Engel sind super!)

Ich freu mich wie ein Schnitzel auf das erste Mal Ostereierverstecken (letztes Jahr waren wir ja auf Omaurlaub).

Der Sommerurlaub ist jetzt endlich voll und ganz gebucht, bestätigt etc.. Zwei Wochen hier.

Die Steuererklärung (wegen Kantonswechsel sogar zwei) ist fertig und abgeschickt.

Uns wurde ein Krippenplatz im Dorf für Sommer zugesichert. (Auf der Warteliste sind wir ja schon seit diesem Tag).

Und weil Little Q. die letzten Wochen immer besser schläft, bin ich richtig ausgeschlafen!

Montag, März 17, 2008

Wer im Glashaus sitzt

  • Erstmal Little Q., der sich köstlich darüber amüsiert, dass der Nachbarssohn kein "R" aussprechen kann. Da Little Q. kein "S" kann, klingt das am selbstgewählten Beispiel "Krokus" sehr witzig: "Mami, A. immer "Klokud" jagt"
  • Und zum anderen die Nachbarn, deren Garten vor lauter Plastikspielzeug kaum noch zu sehen ist, die aber das liebevolle Mauern, Betonieren, mit Natursteinplatten Auslegen des Platzes für den beleuchteten Whirlpoolpavillon der italienischen Nachbarn mit einem verächtlichen "Gartengestaltung ist ja Geschmackssache" kommentieren.

Blaukraut bleibt Blaukraut

und Blondschopf bleibt Blondschopf. Erst mal zumindest.
Vielen Dank für euren Input.
Die Gründe dafür, nichts zu ändern (erstmal) sind:

  • ja, ich hab Schiss, ein bisschen.
  • Photoshop ist die eine Sache, aber wer weiss, wie das Ganzte dann in echt (auch wenn es der Profi macht) wird?
  • Mein ganzes Makeup (btw: der "Lippenstift" auf dem Foto ist meine normale Lippenfarbe) etc. ist auf den Wintertyp (blass, helle Haut, blond) ausgelegt.
  • Das Stauprojekt (danke an Moritz Mama, die intuitiv erfasst hat, worum es da geht ;-). Als Chemikerin weiss ich zwar vom Kopf her, dass das eigentlicht nichts ausmachen sollte, die modernen Haarfarben sind ja keine Giftmüllfässer mehr, aber was hat in dem Fall schon der Kopf zu sagen ;-))
  • Und irgendwie will ich das im Moment nicht dringend genug.
  • Und zu guter Letzt: im Badezimmerschränkchen wartet noch eine Packung Macadamia-Blond, was ich bisher noch nie ausprobiert habe. Und einmal möchte ich doch Lises Lieblingsfarbe auf dem Kopf haben.

Also, erstmal aufgeschoben.

Sonntag, März 16, 2008

Downhill

Wenn das Kind, das den Geschwindigkeitsrausch liebt, den schottrigen Waldweg bergab mit dem Laufrad auf dich zugeschossen kommt und der Ehemann und Vater von oben brüllt: "Keine Sorge, Little Q., die Mami fängt dich schon.", kann man lange mit "Aber bremsen kannst du trotzdem" dagegenhalten.
Das Kind wird es nicht tun. Es wäre geschickter gewesen, sich als Bremsblock aufzustellen und das 15-Kilo-Geschoss aus voller Fahrt vom Rad zu pflücken. Mir erschien in dem Moment aber eine vom Staffellauf der Leichtathleten abgeschaute Technik geschickter: Selber Geschwindigkeit aufnehmen und dann im Nebenherlaufen Kind und Rad langsam zum Stehen bringen.
Dabei habe ich aber meine Koordinationsfähigkeit und Trittsicherheit bei gefühlten 50 km/h deutlich überschätzt. Ich habe Little Q. ein wenig abrupt gebremst (böse Zungen aka der Hübsche behaupten, ich hätte ihn praktisch vom Rad getackelt), so dass erst das Rad, dann Little Q. und zu guter Letzt ich über alles andere zu Fall kamen und den Berg hinunterrollten.
Fazit: einmal auf die Lippe gebissen (und wie Little Q. so pragmatisch sagt: "es bitzeli Sand gfresse"), einmal Hand aufgeschürft und Knie blaugeschlagen (ich) und ganz lange gscheit dahergeredet und für die restliche Abfahrt die Bremsfunktion übernommen (der Hübsche).
Angst vor der Geschwindigkeit ist Little Q. übrigens nicht geblieben. Wenn ihn niemand bremst, kann er nämlich astrein schnell fahren.

Freitag, März 14, 2008

Gnarf

Auch wenn der Schleim in rauhen Mengen fliesst, sollte man Schleimlöser nehmen. Irgendwo hängt nämlich immer noch was fest und so sitze ich nach fast einer Woche mit schmerzenden Neben- und Stirnhöhlen hier. Okay, der Mittwoch, an dem ich mit kurzer Mittags- und Abendessenpause von morgens halb acht bis abends um viertel vor 12 gearbeitet habe, könnte auch dafür verantwortlich sein, dass es mir wieder schlechter geht. Und der keine Mittagsschlaf von Little Q. heute: "Mami, ick nit müde. Ick lieber tobe." (jaja, Kind. Ick aber lieber schlafe.)

Hach

ihr macht es mir natürlich nicht leicht.... Ich hatte eher so auf eine 100%ige Zustimmung/Ablehnung gehofft.
Für alle, die unsicher waren: ganz so schnell bin ich nicht. Der Hübsche hat gestern fotografiert und ganz lang ganz toll photogeshoppt (Ich musste mein Lieblings-Addison-Bild raussuchen und dann wurde der Farbton massgeschneidert)
Ich finde, es sieht ... interessant aus. Auf einmal viel mehr wie Schwester 2 und 3 (vermutlich, weil sie aus den ererbten dunkelblonden Haaren brünette/rötliche Haare gemacht haben) als wie bisher, wie Schwester 4, die sich wie ich bisher in die hellblonde Richtung entschieden hat.
Ich finde, es sieht gut aus. Sieht es wie ich aus? Will ich so aussehen? Kann ich davon jemals wieder zurück zu blond?
Ich bin mir noch nicht sicher, was aber nicht schlimm ist, weil bis ich einen so langen Termin bei der Hairstylistin meines Vertrauens bekomme, da vergeht eh noch Zeit.
Little Q. sagt übrigens: "Das is mis Mami". Und wenn man fragt, ob die Mami auf dem Bild anders aussieht als die echte Mami, dann sagt er "Nei. Mami, du bist mi Frynd" (Mami, du bist mein Freund.).
Auch keine Hilfe.

Donnerstag, März 13, 2008

Tada!


New Hair Color, originally uploaded by Prozac74.

Mittwoch, März 12, 2008

Sehr subjektiv

So, eigentlich halte ich mich aus solchen Diskussionen heraus, aber seit gestern abend rumort es im meinem Kopf und so muss es eben raus.
Kurz vorab: das hier ist meine subjektive Meinung, ich möchte niemanden angreifen, ich gehe einfach davon aus, das jede Mutter/Vater das Beste für ihr/sein Kind möchte und sich auch Gedanken dazu gemacht hat. Unfehlbar ist niemand (nein, nicht mal ich ;-)).
Meine Meinung zu Klapsen/Ohrfeigen/körperlicher Gewalt ist eindeutig: NEVEREVER.
Ich weiss aus eigener Erfahrung (beider Seiten, ich war auch mal ein Kind und ein ganz unausstehlicher Teenager), dass Kinder ihre Eltern absolut an die Grenzen bringen können. Das habe ich getan, das tut Little Q..
Aber meiner Meinung nach lernen Kinder durch Vorbilder, d.h. wie soll ich meinem Kind beibringen, dass er zwar seinen Freund nicht vermöbeln darf, auch wenn ihn der durch wiederholtes Wegnehmen seines Lieblingsspielzeugs "an seine Grenzen gebracht hat", ich ihm aber schon eine scheuern darf, wenn er zB zum zweiten Mal das Laptop enttastet hat, und mich damit an meine Grenzen gebracht hat?
Klar ist das nicht leicht und ich war, das gebe ich zu, auch schon das eine oder andere Mal nah dran, dass mir die Hand ausrutscht. ABER: dadurch, dass ich für mich weiss, das so etwas für mich einfach NIE in Frage kommt, konnte ich mich immer bremsen (bzw. anders abreagieren, autsch...).
Wenn ich aber die Einstellung hätte "Klar, ich schlage mein Kind nicht, aber wenn ich an meine Grenzen komme, dann ist es zwar nicht gut, aber es passiert halt", dann hätte ich mich vermutlich nicht bremsen können.
Und ja, ich kenne auch die Situation, dass man einem Kind vor lauter Schreck am liebsten eine batschen würde. Aber auch das habe ich nicht getan, ich habe stattdessen geheult, was ihn auf jeden Fall sehr nachhaltig beeindruckt hat.
Klapse auf die Finger/Hintern gehören für mich in die gleiche Kategorie NEVEREVER. Das heisst jetzt nicht, dass Little Q. alles darf (mit dem Messer die Treppe runterturnen) oder alles in Grund und Boden diskutiert wird. Es gibt sehr klare Regeln und Grenzen, es gibt auch Konsequenzen.
Zwei Beispiele:
Unser Garten hat kein Tor, der des Nachbarn auch nicht. Little Q. fährt im Garten öfter mal mit dem Laufrad und es juckt ihn dann schon des öfteren, abzuhauen und in den Nachbarsgarten zu fahren. Ich weiss das und es wird ganz klar kommuniziert: "Wenn du in den Nachabrsgarten fährst, kommt das Rad für diesen Tag weg." Little Q. versteht das und machmal ist ihm ein radloser Resttag den Spass wert. Dann rast er in den Nachbarsgarten, ich hinterher. Er steigt dann brav ab, gibt den Helm ab und geht zu Fuss zurück. Damit kann ich absolut leben.
Beispiel Messer: als Little Q. noch kleiner war, waren die Messer/Putzmittel etc. in abgeschlossenen Schubladen. Ich als Erwachsene habe da einfach die Verantwortung. Mittlerweile will Little Q. immer öfter mitkochen, mithelfen etc., d.h. er schiebt sich seinen Hocker an die Arbeitsfläche und könnte theoretisch auch die grossen Küchenmesser erreichen. Er weiss, dass er sie nicht haben darf, sondern nur sein eigenes Messer. Klar probiert er es immer wieder aus, aber die Konsequenz ist nicht ein Klaps auf die Finger, sondern Wegsperren des Hockers und kein Mitkochen für diesen Tag, ganz einfach.
Zum Thema "Lieber einmal den Hintern voll als Liebesentzug" muss ich ganz ehrlich sagen: das ist für mich einfach kein Argument. Was würdet ihr sagen, wenn ein Lehrer euer Kind mit dem Rohrstock verdrischt und auf eure Beschwerde hin nur meint: "Was haben Sie denn, ich hätte ihn/sie ja auch auspeitschen können, das wäre ja wohl schlimmer."
Zu guter Letzt noch meine Erfahrungen als Kind/Jugendliche: ja, meinen Eltern ist auch das eine oder andere Mal die Hand ausgerutscht und ja, ich bin ein (halbwegs) normaler Mensch geworden. ABER: ich erinnere mich sehr gut daran, dass ich ab und an mal eine Watschn (ich differenziere absichtlich nicht zwischen Ohrfeige, Klaps etc., das fällt für mich alles in die selbe Kategorie) bekommen habe, aber an keinen einzigen Grund dafür. Soviel zum Erziehungswert. Und ich erinnere mich auch nicht daran, dass sich meine Eltern dafür entschuldigt haben (obwohl sie das sicher getan haben, da es auch bei uns nur in Ausnahmesituationen vorkam). Ich erinnere mich auch nicht an den körperlichen Schmerz oder an den Schreck. Ich erinnere mich an zwei Dinge: erstens an die unglaubliche Erniedrigung eines körperlichen Übergriffs und zweitens daran, dass ich es geschafft habe, meine Eltern so an ihre Grenzen zu bringen, dass sie zu ihnen eigentlich verhassten Mitteln griffen. Das gibt einem (pubertären) Kind ein ganz krankes Überlegenheitsgefühl.

Und eines noch: nur weil man es sich für sich selber nicht vorstellen kann, muss man nicht von vornherein ausschliessen, dass es Eltern gibt, die auch ohne den berühmten Klaps auskommen bzw. diesen unterstellen, das nur zu verschweigen oder als besserwisserischere Heile-Welt-Klugscheisser zu bezeichnen.

So, das musste raus. Und nochmal: ich weiss, das ich nicht perfekt bin. Ich schreie Little Q. auch ab und zu an, obwohl ich weiss, dass es nichts bringt, ich haue auf den Tisch und reagiere irrational. ABER, und dazu stehe ich, geschlagen/geklapst etc. wird hier nicht. NIE.

So, jetzt könnt ihr die weltfremde, besserwisserische Weichspülermutter steinigen ;-)

Dienstag, März 11, 2008

Frau Brüllen, der Cowboy,

Frau Brüllen, der Gladiator.
Die armen Prosieben-Schauer(innen) wissen mit dem verballhornten "Private-Practice"-Zitat nichts anzufangen (bis morgen abend dann), die ORF/SF2-Zuschauer aber können sich vorstellen, wie mein Knöchel aussieht, nachdem ich heute auf den Tisch gehauen habe. Gänzlich im unübertragenen Sinne. Und dabei irgendwas Scharfkantiges übersehen habe. Alles ziemlich blutverspritzt danach.
Immerhin hat es Little Q. beeindruckt. Seine Meisterleistung, in nur 5 unbeobachteten Sekunden das hier zu wiederholen, war nämlich der Grund für meinen Ausraster (nicht ganz so schlimm wie letztes Mal, er war nämlich so stolz drauf, dass der die Backspace-Taste ohne Kaffeelöffel herausbekommen hatte, dass er sie mir stolz "Ick alleine abrissen" präsentierte.

Sonntag, März 09, 2008

Bloggen am Sonntag nachmittag


Das Kind ist deswegen halbnackt, weil der Hübsche ihm beigebracht hat, direkt aus dem Wasserhahn zu trinken, aber nicht, wie man dabei trocken bleibt.

Ich sehe so aus, wei ich aussehe, weil ich die direkt nach dem Bloggen anstehende Kindergeburtstagsfeier wege Fieber, Halsweh etc. geschwänzt habe.

Lag aber vermutlich nicht an dem unpassenden Schuhwerk gestern sondern an der erkälteten Freundin am Freitag.

Bloggertreff AG/ZH

oder auch M/GR oder so.



Da hat mir Frau rage aber was aufgehalst. Wo soll ich denn mit dem Erzählen anfangen?


Beim professionellen Holzbeschaffen eines Bündner Exelitesoldaten/Pfadfinders? (Easyflame von der Tanke), bei der lahaaaaangen Fahrt durchs Hinterland? (Ja, ich habs eingesehen, dass wir nicht zu Fuss zur Brätelstelle kommen.)


Bei den wilden Blink- und Handzeichen, um auf lokale Sehenswürdigkeiten (Blocher-Villa, Blochers Stammlokal, Wirkungsstätte irgendeines Mr. Schweiz, Wohnort von Tina Turner) hinzuweisen, die mich ja immer zu abrupten Manövern verführten ("Okay, jetzt blinken sie links, biegen wir halt aus voller Fahr links in einen Hof ein. Oh. Anscheinend doch nicht.")


Beim begeisterten Schnee-, Erde- und Rössligaggi-Auflöffeln der beiden Minis?






video








Beim professionellen Anfeuern des Feuergurus (Wie der Hübsche so schön sagt: "Gib einem Bündner 7 Franken, Bananen, Chips, Cola und Wasser und er kann bis zu 5 Stunden 6 Leute in der Wildnis am Leben halten.")?
Den schlammigen Kindern? Der perfekt gepackten Tasche (Servietten, Becher en masse, Getränke etc.) für unterwegs?
Den extrem leckeren Schoggibananen (wieder kein Bild, sie waren zu schnell weg)?
Den in Strumpf-/langen Unterhosen rumspringenden Kindern, die am liebsten wieder gemeinsam gebadet hätten, stattdessen aber begeistert im und um das Bollobett herum getobt, Kaffee serviert, praktisch nicht gestritten haben?

Der perfekten und künsterlisch extrem wertvollen Lasagne?

Okay, dann fange ich damit an. Wie beim Essen dann rekapituliert wurde, eine Meisterleistung aus Schwangerschaftsverwirrung und übertriebener Höflichkeit.
Die Schwangerschaftsverwirrung führte schon vor unserem Besuch dazu, dass statt zusätzlicher Lasagneblätter Mimosen eingekauft wurden. Halb so schlimm, es wird eh noch an der Tanke Holz gekauft, da können wir dann ja noch Lasagne holen. Haben wir aber nicht.
Also waren Tomatensosse und Ricottamascarponecreme fertig, und (laut rages Zählung) zu wenig Lasagneblätter da. Ich dachte mir, naja, könnte knapp reichen, keine Ahnung was sie vor hat, holen wir halt jetzt schnell noch welche. Weder in der Wohnung der Nachbarin noch von Nachbarn auf dem Weg in den Ausgang waren welche zu holen, also: zurück zur Tanke. Da gab es natürlich keine Lasagneblätter, aber Frauen sind ja kreativ: Farfalle sind ja auch (fast) flach.
Also wurden, wieder zurück in der Küche, die vorher arg verschwenderisch eingesetzten Lasagneblätter wieder aus der Form gefischt und künsterlisch extrem wertvoll mit einem Farfalle-Rand versehen. Auch das Verstreichen der Mascarponericottacreme war eine Herausforderung, die aber ebenfalls gemeistert wurde. Beim Blick in die Lasagnepackung zeigte sich dann, dass wir gar nicht unbedingt hätten losfahren müssen, vermutlich hätte es schon knapp gereicht. Zu meiner Verteidigung: ich habe nichts gesagt, weil ich es absolut nicht haben kann, dass mir in der Küche jemand reinquatscht. Und deswegen mache ich das auch nicht.
Also, die wunderschöne Lasagne kam in den (zu diesem Zeitpunkt ganz sicher eingeschalteten) Ofen, Pause im Kinderzimmer, bis der eb meint, wir könnten jetzt ja langsam essen.
Nach dem einzigen kleinen Kampf (es gab nur eine rosa Kindergabel und nur einen Plastiktoaster, dafür aber zwei Plätze, an denen der Bollo gerne gesessen hätte) leider die böse Überraschung: irgendjemand muss den Ofen abgestellt haben. Und so hatte die Lasagne bei schonenden 25°C 45 Minuten vor sich hin gezogen. Der Salat war aber schon mal lecker und nach 20 Minuten powergaren waren die Lasagneblätter weich, die Farfalle sehr bissfest, aber durchaus essbar. An seinen Anrichtefähigkeiten kann der eb noch arbeiten. Es war viiiiiieeel leckerer, als es hier aussieht (keine Kunst).
Und als Abschluss gab es dann das einzige grosse Drama des wunderschönen Tages: der Abschied. Little Q. wehrte sich mit Händen und Füssen gegen das "In den Pyjama verfrachtet werden" und kreischte nur "Ick nit heimegoh! Ick Bollo bliebe! Ich do schlofe".

Sein erster Satz (nach dem obligatorischen "Mami, guete Morge, ick Gaggi macht") war dann heute morgen: "Heute wieder Bollo fahren?"

Die "Aargauer mit Migrationshintergrund" ("Die Bezeichnung "Touristen" wäre für euch ja noch viel zu freundlich") waren auf jeden Fall beeindruckt und freuen sich auf eine Wiederholung.

Aktuelles Lieblingsfoto


Entstanden gestern beim Bräteln (Bericht incl. viel mehr Foto- und Videomaterial kommt noch, irgendwie klappt das Hochladen im Moment nicht gescheit).
In der Vergrösserung, die es als mein aktuelles Desktop-Hintergrundbild erfährt, sieht man den wunderschönen Schnoddererdebananeschokischmodder sehr gut.

Dumme Ideen: Brüllen goes Addison?

Ich muss es zugeben, Frau...äh...Mutti bringt mich auf ganz dumme Ideen.

Und der Hübsche unterstützt das dann auch noch ("Also, wenn schon eine andere Farbe, dann aber wirklich rot. Du bist eh immer so bleich, da würde das ganz gut (original hat er gesagt: "Nicht so kaschperlhaft wie bei solariumsgebräunten Tussis") aussehen. Brünett eher nicht, das macht ja dann nochmal extra bleich. Und diese roten Haarfarben, da macht ja UNSERE Firma die Farben (jaja, WIR haben sozusagen die Farbe von Frau ... äh .... Mutti gemacht ;-)) und ein bisschen Extraumsatz schadet ja eh nicht.")
Was meint meine Leserschaft? Nach 11 Jahren strahlendem Blond strahlendes Rot? Lise, wenn es soweit kommen sollte, ich hätte dann noch zwei Hamsterpackungen "Macadamia" und "Champagner" im Badschrank.

Und wenn, geht das von blondiert auf rot ohne Probleme? Am besten vom Profi, wenigstens das erste Mal, oder?
Hach.

Samstag, März 08, 2008

Creative Husband going international



Did you hear something?, originally uploaded by Prozac74.

Dieses Bild hier kenne vermutlich die meisten von euch.
Aber hättet ihr gedacht, dass es der Hübsche damit auf die Titelseite einer peruanischen Lokalzeitung schafft? Es lebe Web 2.0, sonst hätte er das nie erfahren!


"Easter Bunny"


Diese Seife hat mich viel Schlaf, Nerven und Planerei gekostet.

Erstens habe ich ja im Moment eh keine Zeit, dann hat sich die Idee aber immer wieder in den Vordergrund gedrängt, dann war es eine elendige Frickelarbeit, die Ohren auszustechen und wieder zusammenzukleben und die Schwierigkeit, mit Gummihandschuhen glitschige, klebrige, zerbrechliche Seifenstangen in genau der richtigen Anordnung in klebrigen, glitschigen, siedendheissen Seifenleim zu setzen, habe ich ganz klar unterschätzt.
So kamen auch einige Stücke mit drei Ohren, keinen Ohren, den Ohren weit weg, keinem Kopf etc. heraus, aber auch ein ansehnlicher Prozentsatz korrekter Hasen.
Die Seife an sich besteht aus Palm-, Kokos-, Raps-, Oliven-, Ringelblumenauszug-,Avocado- und Aprikosenkernöl. In der Wiese sind Ringelblumen eingearbeitet, gefärbt wurde mit Ultramarinblau und Fichtennadelgrün. Duft ist "Milch und Honig".
Zu haben wie immer hier

Freitag, März 07, 2008

Erkenntnisse

  • Ein Reisebettchen, für den Mittagsschlaf von Au-el aufgebaut, eignet sich hervorragend als Käfig für "Ultimate Cage Fighting" zweier Zweieinhalbjähriger, die sich seit einer Woche schon ganz schrecklich vermisst haben. Videomaterial wäre spektakulär geworden, ich habe mich aber nicht getraut, den Raum zu verlassen, um die Kamera zu holen.

  • Es ist nicht so leicht, dem einen beizubringen, dass ein "Piledriver" auf den besten Freund ein No-Go ist, wenn der beste Freund (= Little Q.) sich totlacht, sobald der andere zur eingeprungenen Arschbombe ansetzt.

  • Es ist auch nicht so leicht, zwei mittagsschlafverweigernden Zweieinhalbjährigen klarzumachen, dass sie bitte leise mit Motorsäge und Stichsäge spielen sollen, weil die kleine Schwester schläft. Und dass sie nicht besser schläft, wenn ihr mit dem Akkuschrauber Löcher in den Schädel gebohrt werden.

  • Kaffee hilft.

  • Und an die Arbeit wird kein Gedanke verschwendet..

Donnerstag, März 06, 2008

Langsam werde auch ich schwurbelig

Wer mich kennt oder hier schon ein Weilchen liest, weiss, dass ich eigentlich kein schwurbeliger Mensch bin. Ich plane lange voraus, überlasse am liebsten nichts dem Zufall, bin am liebsten für alle Eventualitäten gerüstet, bin pünktlich, glücklich, wenn ich Listen und Pläne machen und mich dran halten kann. Das ist kein Eigenlob, das ist einfach so.
Little Q. hat meine Planeritis zunächst ein bisschen durcheinandergebracht, aber mittlerweile bin ich, wie man bei uns in der Firma so schön sagt, back on track: Es gibt einen (mehr oder weniger) festen Wochenplan, einige Alternativpläne, wenn das Wetter, die Gesundheit oder was auch immer nicht mitspielen sollte. Ich kann mittlerweile im Halbschlaf Taschen für die verschiedensten Anlässe und Kombinationen von Anlässen packen: Ganzer Tag bei der Au-el Family, evtl. davor noch zum Sporteln, Little Q. übernachtet bei Au-el, wir gehen zum Spielplatz, evtl. noch zum Glascontainer, zum Batterienwegbringen, zur Post etc., das ist alles gespeichert, alles optimiert.
Seit drei Wochen läuft aber fast gar nix mehr nach Plan, weil das Riesenprojekt eben (anscheinend) nicht planbar ist, auch wenn ich alles versuche, um das zu tun.
Gestern abend/heute vormittag wurde es dann so chaotisch, dass ich wirklich von Schwurbelitis erfasst wurde und im Nachhinein heilfroh bin, dass ich nichts Wesentliches irgendwo vergessen habe (zB das Kind beim Zoll oder so).
Hier also die Zutaten, die es braucht, um Frau Brüllen schwurbelig zu machen:
Hintergrundrauschen im Hirn: die in nächster Zeit zu erledigende/planenden Sachen wie:
  • Staubsaugen, alles voller getrockneter Nudeln und Wollmäuse
  • Bäder müssten dringend wieder geputzt werden
  • die Osterseife müsste begradigt und fotografiert werden
  • Ist Schwester 3 wieder aus dem Urlaub da? Achja, sie hat ja auf den AB gesprochen. Nochmal abhören, diesmal Stift zum Aufschreiben der neuen Telefonnummer bereithalten.
  • Schwester 4 wollte auch zu Besuch kommen. Wann?
  • Geburtstagsgeschenk für Sohn von Schwester 2: Ach nein, das hab ich ja schon erledigt.
  • Wann hat meine Trauzeugin nochmal Entbindungstermin?
  • Ostern Lammhaxen oder Lammkeule?
  • Hab ich die Fährtermine für Elba nur gecheckt oder schon gebucht?
  • Steuererklärung!
  • Was mach ich mit dem Grünkohl im Kühlschrank (danke Bioabo, jetzt gibt es heute abend Preissngemüse nach CDU-Art)?
  • Ob der Bollo noch ansteckend ist? Wir wollen doch am Samstag hinfahren.
Soweit also die Hintergrundgedanken, die automatisch im Hirn umgewälzt werden und dank jahrelanger Übung irgendwann in Form von Listen, Einkaufszetteln etc. ausgespuckt werden.
Der Plan für den gestrigen Abend sah ursprünglich so aus: der Traum wird wahr, der Hübsche und ich gehen nachmittags zum Zahnarzt, dann holen wir Little Q. aus der Krippe, daheim reparieren Little Q. und der Hübsche das Fahrrad, ich gehe Sporteln, koche Abendessen, danach machen wir ganz gemütlich die Steuererklärung.
Der Traum wurde natürlich nicht wahr, also Alternativplan:
Der Hübsche geht allein zum Zahnarzt, holt Little Q. und mich ab, sie reparieren das Rad, ich gehe nicht zum Sport, sondern koche gleich und warte auf einen nächtlichen Anruf für eine Routinegeschichte in der Firma, die ich aber vor Ort betreuen soll.
Soweit so gut. Allerdings schreckt uns der Anruf früher als erwartet aus dem gemütlichen Steuererklären (gerade bei "Haben Sie oder Ihre Ehefrau Kapitalleistungen aus Säule 1,2 oder 3a erhalten?"), es ist auch keine Routinesache, sondern en Riesenmist und ich muss entscheiden, wie es weitergeht. Tue ich auch spontan, um mich nach fünf hektischen Minuten ("Scheissescheissescheisse, was mach ich jetzt, warum steht der Kollege, der sonst immer alles besser weiss, nicht im Telefonbuch, warum geht der Chef, der gesagt hat, seine Mitarbeiter sollen ihn lieber mitten in der Nacht anrufen, anstatt alleine Mist zu machen, nicht ans Telefon?") umzuentscheiden und das Ganze vor Ort zu klären.
Der Hübsche wird also mit der Steuererklärung allein gelassen, ich brause mit noch duschfeuchten Haaren, ungeschminkt, im H&M-Sack in die Firma (ist ja eh egal), kläre, entscheide, kommuniziere die Entscheidungen, plane den nächsten Tag schon voraus, kommuniziere den Plan, fahre mit gutem Gefühl nach Hause.
Die Nacht ist ruhig, der nächste Tag ist ja auch schon geplant:
Eckpfeiler: Wochengrosseinkauf, danach Kinderturnen. Irgendwann zwischendrin wird ein Anruf aus der Firma erwartet, der mich wieder in hektische Rechnereien stürzen wird.
Erste Hürde: das Handy ist weg. Kurz rekapituliert: kann nur gestern nacht im Büro geblieben sein. Also Planänderung: kleiner Umweg übers Büro, kann ich gleich noch mündlich alle Änderungen kommunizieren. Little Q. findet "Mami Büro mit Helm!!!!" eh super.
Also, mit Kind auf dem Arm die Analytiker beruhigt (was zwickt da so an der linken Hüfte, auf der das Kind sitzt? Achja, die Verbrennung, die ich mir gestern am Heisswasserhahn unter der Dusche geholt hab), Kollegen gesucht, nicht gefunden, egal, sie haben den Plan etc. ja per Mail.
Auf zum Grosseinkauf, immer noch in Erwartung des Anrufs, immer noch am Ausspähen von guten Plätzchen zum Rechnen.
Einkauf fertig, gezahlt, verpackt, auf gehts nach Hause. Ich denke mir noch im Vorbeifahren kurz vor der Autobahn:"Guck mal, der Feldweg, da könnte man schön rechnen...", als das Handy klingelt. Zu spät, vorbei. Ich quetsche in kurzes "Ich ruf gleich zurück" in den Hörer, brause über die Grenze und fange dann am Zollparkplatz das Rechnen an.
Zeitplan übrigens ganz blöd: mein Mitarbeiter, der die Rechenergebnisse in Vertretung kommunizieren soll, ist um 9:06 sicher in der heiligen Kaffeepause. Also muss der Hübsche ran: Mitarbeiter suchen, Rechenergebnisse mitteilen, Auftrag zum Kommunizieren geben, Einkäufe verzollen, überprüfen, dass Kind und Handy da sind, heimfahren.
Kaum habe ich die erste Kiste aus dem Auto gehievt, klingelt schon wieder das Telefon: "Hallo, Frau Brüllen, da ist Lehrling Superwitzig, ich soll Ihnen ausrichten, dass alles kaputt ist......nein, nur ein Spässle. Wir warten auf die Rechenergebnisse." Also, Kiste abgestellt, auf der Treppe von der Tiefgarage nach oben in der Umhängetasche zwischen Wickeltasche, Taschentüchern, Gratissammeltruck von Ehrmann etc. nach dem Zettel mit den Zahlen gewühlt, kommuniziert, auch dass mein Mitarbeiter auf dem Weg zum schriftlichen Kommunizieren ist. "Ach ja, dann warte ich auf den." (Neuen Gedanken in die Hintergrundumwälzpumpe eingespeist: in der Firma nicht mehr so viele Spässle machen.) Kontrollanruf beim Hübschen: ja, er hat alles ausgerichtet.
Little Q. ist mittlerweile mit der Gummibärlitüte abgehauen und verzweifelt am Öffnen. Ich sause hinterher, gebe ihm die versprochenen zwei, schleppe die Einkäufe fertig rein, öffne Little Q. den versprochenen Joghurt ("MIT SCHOKOBÄLLCHEN!"), schaue weg, als er einen Teil der Schokobällchen am Boden verstreut, öffne mir eine Bionade, nehme den Anruf des Hübschen: "jetzt ist wirklich alles erledigt" entgegen, fluche über den Grünkohl, der den ganzen Kühlschrank blockiert, checke nach dem Fertigeinräumen meine Geschäftsmails auf Reaktionen auf meinen Alternativplan (keine), während Little Q. mit dem Netzteil meines Laptops das Wohnzimmer löscht.
Der Weg zum Kinderturnen und das Kinderturnen selber verlaufen erstaunlich ereignislos. Erst als ich danach gerade dabei bin, mir die Wegbeschreibung zum Vaki-Turnen am Samstag abzuholen, klingelt das Handy wieder, Lehrling Superwitzig hat noch was aufgetan, was sich aber schnell klären lässt. Muss der Hübsche halt am Samstag alleine hinfinden.
Daheim angekommen werden das Kind, die Post, der Bioabosack (immer noch Grünkohl im Kühlschrank) und das Turnzeug verstaut, ein schnelles Mittagessen aufgewärmt, am Telefon vom Hübschen mitgeteilt bekommen, dass die Kollegen meine Mail gar nicht gelesen haben, deswegen mich am Handy erreichen wollten, ich wäre aber nicht dagewesen (ja, wir haben eine Stunde lang geturnt.), er hätte ihnen aber alles erklärt. Zu guter Letzt mit menem Mitarbeiter den heutigen Versuchsplan besprochen. Alle Telefonate des heutigen Tages wurden übrigens mit Little Q. Fragensperrfeuer "Wen Mami anruft? Wer das ist? Wo der wohnt? Was der macht? Was Mami sagt? Was der sagt?" begleitet.
All das zusammen, das war ein bisschen viel für mich.
Jetzt ist das Kind im Bett, der Grünkohl blanchiert, das Wohnzimmer gesaugt, kein Kollege erreichbar, also werde ich mir jetzt einen Kaffee machen und mich mit Buch auf dem Sofa entschwurbeln, bis Little Q. aufwacht.

Mittwoch, März 05, 2008

Quervernetzung

Heute, während ich auf den firmenseits auf Nachfrage um 10 Uhr abends für "irgendwann die Nacht schon noch" angekündigten Anruf (der dann schlaftrunkenes Hantieren mit dem Taschenrechner und den vor dem Zubettgehen parat gelegten Unterlagen und Beten, dass Little Q. vom Telefon und Rechnen nicht aufwacht, zur Folge gehabt hätte) wartete, der natürlich nicht kam (Kommunikation wird überbewertet), habe ich geträumt:
1. Dass der für heute angesetzte Projektteil, der schon zweimal schief ging, heute perfekt klappt.
2. Dass ich einen Brief von Frau Paulaline an Frau Ami gelesen habe, in dem sie sie über den aktuellen Stand und Fortschritt meines Projekts (nicht das aus dem Stau) informiert. Im Traum habe ich mir auch Frau Paulalines Adresse gemerkt, weil ich doch so gerne wüsste, auf welcher Insel sie lebt. Die Adresse gibts aber nicht.

Dienstag, März 04, 2008

Wie die Faust aufs Auge

Die Kritik des Filmes lesen, den der Hübsche im Moment gerade sieht.

Blockiert

Mir liegt im Moment so viel auf der Seele und ich weiss nicht, wie ich darüber schreiben soll.
Da mit gelähmten Fingern vor dem Computer zu sitzen nicht meine Art des Bloggens ist, werde ich nun aufhören, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich die Sache am elegantesten so in Worte fasse, dass es meiner Wahrnehmung entspricht und gleichzeitig nicht dazu führt, dass ich an meinem Arbeitsplatz keinen Fuss mehr auf den Boden bekomme, falls die falschen Leute mein Blog finden.
Ich werde einfach die nächsten anderthalb Wochen auch noch die Zähne zusammenbeissen, den Kopf schütteln und ab und an auf die Tischplatte hauen, dann ist meine Schuldigkeit getan.
Hier wird es weiter um den anderen, viel wichtigeren Teil meines Lebens gehen: um Little Q., den Hübschen, unser heute morgen im durch 2mm Schnee verursachten Stau vereinbartes gemeinsames Projekt für die nächste Zukunft, um Seifen, skurrile Geschichten aus der Nachbarschaft und dem Fitness-Studio (heute: Technodanceremix der Spice Girls), um gutes Essen, wenig Schlaf, Bücher, Ferienplanung.... Sachen, über die ich mit flinken Fingern und einem Lächeln auf den Lippen schreiben kann.
Vielleicht, aber auch nur ganz vielleicht kommt, wenn alles vorbei ist, eine Auflösung dieser kryptischen Geschichte.
So, jetzt wo ich diese Entscheidung getroffen habe, geht es mir besser.

Montag, März 03, 2008

Trugschluss

Nur weil das Kind von Samstag auf Sonntag bis kurz vor sieben durchgeschlafen hat, heisst das nicht, dass man übermütig werden sollte und nach dem Mädelskinoabend ("The Bucket List" mit der Au-el Mutter, ganz ohne Kinder, sehr empfehlens- und wiederholenswert, nächster Film auf der Liste "The Other Boleyn Sister", wegen Eric Bana) spontan den aufgenommenen Sonntagsfilm anschauen sollte. Geht dann bis 1:00h und da begann dann das Rambazamba. Egal, unter dem Helm sieht man die Augenringe nicht und das morgenmüde Styling verschwindet unter dem Blaumann.

Samstag, März 01, 2008

Emma

schleudert gerade im Garten der Nachbarn Sandmuscheln und Plastikspielhäuser durch die Gegend. Vermutlich wollen die alle zu Frau Antonmann, aber die Nachbarn haben ihren Garten katzensicher abgeriegelt, da kann auch ein Spielhäuschen nichts machen.
Nicht traurig sein, Frau Antonmann, es wäre eh nicht schön gewesen.
Falls es aber Little Q., den Hübschen und dessen Mutter, die gerade auf dem Weg zum Semmelnholen sind, zu Ihnen weht, wäre ich Ihnen dankbar, wenn Sie sie zurückschicken würden.