Donnerstag, Juli 02, 2015

Hitzefrei

gibts hier ja nicht (glaube ich).
Also: heute war der letzte reguläre Schul- und Kindergartentag, es gab Zeugnisse (wohooooo!) und einen Abschiedsapero mit Little Q.s Klasse, die ja von Unter- in die Mittelstufe wechseln und nach drein Jahren einen neuen Lehrer bekommen. Der Abschiedsschmerz hilt sich bei uns (nur deshalb) in Grenzen, weil Little L. nach den Ferien bei der gleichen Lehrerin seine Primarschullaufbahn beginnen wird, worüber wir uns unglaublich freuen. Ausserdem gab es einen Wasserschlauch zur freien Verfügung für die Kinder und Schatten für die Eltern.
Morgen noch Sternwanderung, um die neuen Erstklässler im Schoss der Schule zu begrüssen und ab 13:00h sind dann FERIEN!

Mittwoch, Juli 01, 2015

Einmal schütteln und weiter

Auf der positiven Seite von heute:

  • ich bin bei der Angiographie nicht verblutet. (Im Gegenteil, irgendwie habe ich auch aufs Dormicum verzichtet, und hatte sozusagen Deluxe-Einblicke in mein Nierenbecken und es war wirklich spannend)
  • Es hat nicht mal weh getan (jetzt, mit ein paar Stunden Abstand habe ich v.a.Rücken, weil ich fünf Stunden mit strammem Druckverband auf der Leiste auf dem Rücken liegen musste und mein rechtes Bein nicht anwinkeln, ausserdem fühlt sich meine rechte Seite so an, als ob jemand mit einem Draht in meiner Niere rumgestochert hätte, muhahahaha).
  • Es wurde nix superschlimmes gefunden.

Auf der negativen Seite:
  • Es wurde überhaupt nix gefunden, ergo auch nichts repariert. Und ja, das ist so doof, dass ich meinem Grundsatz "Nie vor Ärzten heulen" nicht treu bleiben konnte (nur so ein bisschen. Danke an die Schwester, die mir wortlos die Kleenexbox in die Hand gedrückt hat), weil: waaaaaaah! Ich dachte: heute wird repariert und gut isses!

Nun denn. Montag gibt es jetzt ein MRI und da findet man dann hoffentlich das, was die Ärzte bei der Spiegelung letzte Woche gesehen haben. Und dann wird das hoffentlich irgendwie repariert.

(Es gibt doch diesen Spruch, dass man bei Hufgetrappel erst mal an Pferde und nicht gleich an Zebras denken soll? Ich denke, wir haben Pferde, Esel, Zebras, Okapis und Giraffen durch. Go for the unicorn oder so.)

Dienstag, Juni 30, 2015

Alles richtig gemacht

So. Bürozeug in zwei Umzugskisten gepackt, Telefon und IT-Zeug umgezogen (fragen Sie nicht. Es hat alles irgendwie drei oder vier Anläufe gebraucht), die dank letzter Woche eben nicht ganz fertigen Dinge übergeben, Abschiedsrundmail geschrieben, Garderobenspindschlüssel nicht gefunden, Abschiedsrunde gedreht, Gipsschiene abgekriegt (geht so, danke der Nachfrage, ich soll viel Tippen zum Mobilisieren), bisschen sehr sentimental innerlich geworden, aber ehrlich gesagt, wissen Sie, wann ich wusste, dass ich ruhigen Gewissens gehen kann und meine Bürokollegen allein lassen kann?
Als ich heute morgen mein weisses T-Shirt im Auto mit Kaffee (ich hatte ja noch die Gipshand, und ach, dafür ging die Sauerei eigentlich) vollgesaut habe, das IMMER im Rollcontainer aufbewahrte Wechsel-Shirt für Notfälle schon daheim beim Umzugswaschen war, und der Fleckenstift im Umzugskarton auf dem Weg, und mein Kollege auch einen hatte. Ich meine: über drei Jahre habe ich Bolognese-, Kugelschreiber-, Salatsossen-, Stempelfarbe-, Rotwein- (auf einem Sommerfest. Sogar in einer grossen Versuchsreihe auf weissem Tischtuch) und sonstige Flecken des Büros, des Stockwerks und des Betriebs ungefragt (und ungebeten ;-)) mit Fleckenstift versorgt und es hat Früchte (also: eine Frucht. Wobei ich mir schon kurz Fleckenstifte für alle als Abschiedsgeschenk überlegt hatte. Aber dann kam ja letzte Woche dazwischen) getragen. So schön. Ich werde nicht mehr gebraucht. Ich kann gehen.

(Und weil ich von Blutverlust, Schlag auf den Kopf und Schmerzmitteln verwirrt ebendiesem Kollegen am Mittwoch aus Versehen von meinem Blog-Mailaccount statt der normalen privaten Mailadresse geschrieben habe, obwohl ich mich die letzten Jahre standhaft geweigert habe, meine Blogadresse zu verraten, sagen wir jetzt alle höflich: "Hallo Christian, danke für die schöne Zeit, Kampf den Flecken!")

Montag, Juni 29, 2015

Ausgebremst

Ich bin ja eher Team "Ich will aber" und deswegen setze ich (mehr oder weniger, aber eher mehr, also: fast immer) das um, was ich mir vornehme, auch wenn das von aussen bekloppt, "ambitioniert" oder zwanghaft aussieht, sei es Sport, sei es "ich blogge jeden Tag", sei es "ich gehe nie mit unzusammengelegter Wäsche oder unausgeräumter Spülmaschine ins Bett", sei es "jeden Donnerstag ist Putztag", sei es fixes Sportprogramm, leergearbeiteter Schreibtisch vor dem Wochenende, sicher aber vor dem Urlaub, nicht ins Bett, ohne mindestens 5 Seiten gelesen zu haben, you name ist.
Was dabei hintenüber kippt, ist im Normalfall als erstes der Nachtschlaf, dann das "Mal Pause machen" oder "Mensch, chill mal!", richtig Fernsehen tu ich seit Jahren nicht mehr, aber im Prinzip gehts mir super so. Langweilig war mir seit Jahrhunderten nicht mehr und das Gefühl, Tage oder Stunden einfach so verdandelt zu haben, das mich irre macht, das hatte ich auch schon ewig nicht mehr.

Jetzt ist es grad so, dass ich tatsächlich Pause machen muss, weil auch wenn der Arzt gesagt hat: "Verbluten werden Sie da dran nicht", Dr. Google sagt anderes, ausserdem habe ich nur 7 einsatzfähige Finger, davon zwei in Nachbarschaft eines feuchtigkeitsempfindlichen Gipsschienendings, ich habe einen Schlauch zwischen Niere und Blase (man gewöhnt sich dran, das sei hier mal festgehalten), und übermorgen wird meine Beckenarterie aufgepokelt. Also: wenn nicht jetzt, wann dann, sollte ich mal langsam machen?

Ich habe also bike to work frühzeitig beendet (wie auch, mit Gipshand), Bauchtraining/Crosstrainer sind auch erstmal gestrichen, bis Gips ab und Niere geflickt sind, ich zwinge motiviere die Männer im Haushalt noch mehr als eh schon, ihren Teil zu "Geschirr und Wäsche vor dem Schlafen erledigen" beizutragen, ich lag gestern anderthalb Stunden auf dem Sofa und habe einfach gelesen, ich habe mich nach dem Desaster vom letzten Mal wieder auf Putzfrauensuche gemacht.

Das ist okay für jetzt, aber ich bin ja nun nicht spirituell oder metaphysisch angehaucht und deswegen glaube ich auch nicht, dass ich gegen den Pfosten geknallt bin, WEIL ich nie Pause mache, oder ein Nierenaneurysma habe, WEIL ich nicht einfach mal alle Fünfe gerade sein lasse, sondern, dass das eine halt doof war und das andere halt so ist. Und weil das so ist, mache ich jetzt langsam, weil ich muss. (Aber das ist, verdammte Axt, nicht leicht.)

Sonntag, Juni 28, 2015

Mein Drache und ich #streamteam

Wie hier schon berichtet, hat letzten Freitag die Netflix-Originalserie "Dragons: Auf zu neuen Ufern" gestartet. (Wegen Sommer und sonstigem haben wir noch gar nicht reingeschaut ;-), aber das nächste Tief kommt bestimmt).

Als StreamTeam-Member haben wir von Netflix zum Serienstart ein geheimnisvolles Paket bekommen, mit dem wir die #meindracheundich-Challenge bestreiten und in Bildern festhalten sollten. Da liegt der Verdacht ja nahe, dass man die Eier lieber mal in sicherer Entfernung in die warme Sonne legt, wer weiss, was rausschlüpft?



Hm. Was machen wir jetzt mit zwei kleinen Drachen? Erst mal ein gemütliches Nest bauen.



An Mittagsschlaf ist nicht zu denken. Haaaaalllloooooo? Huuuuuuuunger!



Der erste Fütterversuch ging ordentlich in die Hose. Offensichtlich sind Drachen Fleischfresser? Oder mögen keine Gummibären? (Wer genau hinschaut, sieht, dass sich die zwei Neulinge Verstärkung aus dem Kinderzimmer geholt haben).




Auf dem Balkon findet sich aber auch sonst nix Essbares.



In unserem bibliophilen Haushalt findet sich aber die entsprechende Fachliteratur, so dass man sich da mal ordentlich einlesen kann.




Kaum trägt man die richtige Kleidung, fühlen sie sich auch schon wohl!



Oh oh, wir haben zu laut über "Heute abend grillen wir aber, oder?" gesprochen. Das hätte ins Auge gehen können.



Aber in richtige Bahnen gelenkt sind die Kleinen richtig nützlich! So cool entfernt niemand in unserem Quartier sein Fugenunkraut!



Der Anzünder für die nächsten Geburtstagskerzen ist auch gefunden.



Und endlich, endlich darf Ohnezahn zeigen, was er wirklich kann, und das grosse Grillfeuer anzünden.



Die #meindracheundich-Challenge hat uns allen echt Spass gemacht. Das ganze Haus riecht nach Rauch, wir haben rote Farbe, Unmengen Gummibärchen, Lampenöl und Feuerzeuggas verbraucht, aber ich finde, das Gemeinschaftswerk (mit Projektplan, natürlich) kann sich sehen lassen.


Als StreamTeam-Member bekomme ich einen Netflix-Zugang gestellt, und ab und an Goodies wie die Drachen ;-), Blogposts werden aber weder beeinflusst noch bezahlt.

Samstag, Juni 27, 2015

Es könnte so einfach sein

Heute, also eigentlich gestern haben der Hübsche und ich unabhängig voneinander denselben dummen Elternfehler gemacht: wir haben den Kindern gesagt, dass sie heute gerne Minecraft spielen können, wenn sie aufwachen. solange sie uns schlafen lassen und es kein Geschiss gibt, wenn es dann Zeit für Frühstück und Schwimmkurs ist. Und erst ab acht Uhr.
Und klar, unsere Kinder schlafen dann nicht aus und schauen beim Aufwachen auf die Uhr, ui, halb neun, cool, wir können Computer spielen, nein, sie sind beide um fünf Uhr morgens wach und halten sich gegenseitig dann auch wach mit Sekundencountdown und allminütlichen Kontrollblicken auf die Uhr.
Nun gut. Samstag ist immer noch Schwimmkurstag und nach eben Tagwache um fünf, zwei Stunden Hallenbad, davon knapp eine Stunde Schwimmkurs (mit Staffette, also: echt anstrengend) hatte Little L. beim Antreten der Pfadis zur letzten Übung vor den Sommerferien (aka: gemeinsames Planschen im Dorfschwimmbad) auf einmal genug. Er hatte Angst, dass es irgendeine "zu spannende" Überraschung geben könne, dass ihn jemand anspritzen könne, dass es überhaupt einfach nicht toll werden könne. Gut, ein heulendes Kind zwinge ich natürlich nicht zu einer freiwilligen Sache, also kam er mit dem Hübschen und mir mit, zu unserem Nachmittagsprogramm.


A photo posted by @prozac74 on

Und als ihm dann so aufging, dass das nicht ansatzweise so glamourös wie erwartet ausfiel (Canon Roadshow aka Objektive ausprobieren und begeistert sein für den Hübschen und Kaffeetrinken und rumstöbern, bis er fertig ist, für mich und dann Wochengrosseinkauf gemeinsam), da meinte er : "Daheim frage ich dann mal Little Q., wie es bei den Pfadi war. Und wenn es voll super war, dann reise ich in der Zeit zurück und gehe doch mit."

Er sitzt jetzt draussen in seiner Zeitmaschine.

Freitag, Juni 26, 2015

Atempause

Timing kann ich ja eigentlich und so passt es perfekt: für das Sommerwochenende bin ich jetzt erstmal daheim, Montag/Dienstag räume ich meinen Schreibtisch und übergebe die noch offenen Projekte (was unfertiges, buhuuuu) an meinen Kollegen und schaue, dass die Kisten im neuen Büro an den richtigen Platz gestellt werden.
Mittwoch checke ich morgens nüchtern îm Spital ein, um mein, tadaaaaaaaaa, Nierenaneurysma (nach Little L. werde ich der zweite am hiesigen Unispital publizierte Fall, Ruhm und Ehre!) von den Angiologen reparieren zu lassen. Mit Platin-Coils. Durch die Beckenarterie. Klingt fast ein bisschen zu spannend, aber was will man machen....
Je nachdem ruhe ich mich Do/Fr aus oder räume mein neues Büro ein (tendiere zu Ausruhen, mal sehen, was die Ärzte sagen). Dann probiere ich den neuen Job mal vier Tage aus, dann lasse ich mir den Doppel-J-Dings ziehen und fahre drei Wochen in den Urlaub.
Klingt gut, oder?