Mittwoch, Mai 27, 2015

Techniktagebuch

Sie kennen sicher das Techniktagebuch, oder? (Wenn nicht: hopp, hopp, schwelgen Sie in Erinnerungen oder in dem, was mal Erinnerungen werden)
Ich durfte einen Gastbeitrag schreiben und den finden Sie hier. (Und ja, einen Teil kennen Sie schon, aber hey: ich habe das aktualisiert und lang brauche ich den Piepser nicht mehr, also: schnell jetzt noch lesen!)

Es gibt übrigens auch Techniktagebuch-Zufallsshirts und ich hättee Grösse M.

Dienstag, Mai 26, 2015

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heute gibts hier direkt nichts zu sehen.
Mama Schulze, die ich auf dem tollen Netflix-Event in München kennengelernt habe, hat sich das Handgelenk gebrochen und ist nun nicht nur blogtechnisch (das dürfte das geringste Problem sein) arg eingeschränkt. Um wenigstens in Sachen Blog ein bisschen auszuhelfen, habe ich für sie (und Sie) mal zusammengeschrieben, was bei uns in Sachen Unfällen bisher so passiert ist. (Der vom Taschenmesser erwischte Handballen von Little L. ist noch nicht dabei, aber der ist ja noch frisch und auch nicht dramatisch)
Also: schauen Sie doch mal bei Mama Schulze vorbei.
Gute Besserung von uns allen hier!

Montag, Mai 25, 2015

Whole again

Und so schön es auch ist, fast drei ganze Tage nur für sich selbst verantwortlich zu sein und ein rein erwachsenes Leben zu führen (wir haben ausgeschlafen. Und sind frühstücken gegangen. Und haben lang ferngesehen, zum Teil auch am hellichten Tag und so Zeug), so schön ist es auch, wieder komplett zu sein (vor allem, nachdem der Dreck von den zwei Wöfli abgespült ist und die zwei Waschmaschinenladungen fertig sind).
Wir haben nur zwei getaufte Pfadis (Little L. hat weder geheult, als er vom Lagerfeuer weg zur Taufe "entführt" wurde, noch gespuckt, als der den Tauftrank trinken musste): Little L. heisst jetzt "Capper", was insofern grossartig ist, weil "Cap und Capper" ja Hund und Fuchs sind (musste ich erst googlen), und Little Q. wegen seiner Klugscheisserei seiner Allgemeinbildung ja "Fuchs" heisst. Ausserdem hat Little L. wohl genauso verträumte Augen wie "Capper". Dann also.
Little L. hatte zweimal so Heimweh, dass er kurz weinen musste, aber Little Q. hat ihn getröstet. Auserdem kam einmal der Ibuprofensirup zum Einsatz, weil Little L. in der Nacht Wachstumsschmerzen hatte. Er wurde von den grossen Kollegen sogar zum Baumgiessen in der Nacht vors Zelt begleitet ;-).
Little Q. hat sich zwei kleine Schnitte und einen Mückenstich zugezogen, Little Q. hat sich "weisst Du, Mami, das Sackmesser geht so sauschwer zu, das muss ich immer so auf den Boden und zack, war die Hand dazwischen" einen mittelgrossen Schnitt am Handballen zugezogen, aber den identischen hatte ich seinerzeit auch aus dem gleichen Grund, das kann durchaus mal passieren. Wir haben alle Unterhosen, Regenjacken, -hosen, Socken, Kuscheltiere, Schlafsäcke und Isomatten wieder, Little L. hat "schau mal, wie dünn ich bin!" 6 Portionen Spaghetti Bolo zu Abend gegessen, ich muss Little Q. Leitwolf-Streifen an die Uniform nähen und bin vor lauter Gemütlichkeit und Mutterliebe fast geplatzt, als ich heute mit beiden im Arm nach dem Vorlesen fast eingeschlafen wäre.
Grossartige Pfingsttage waren das, für alle von uns. Und die SoLa-Anmeldung, die ich noch zurückgehalten habe, kann ich für beide bei der nächsten Übung abgeben. (Eine ganze Woche. Ab Zürichsee. Meine Nerven.)

Sonntag, Mai 24, 2015

Zwischenstand

Morgen abend kommen die Kinder zurück und bisher hat alles hervorragend geklappt: das Wetter ist perfekt, nicht so bombenheiss wie letztes Jahr und nicht so matschregennasskalt, wie es wohl für Pfilas im allgemeinen üblich ist.
Wir haben uns gestern vormittag, nachdem die Herrschaften abgefahren waren, auf den Weg ins Nachbarstädtchen gemacht, weil der Hübsche einen Friseurtermin hatte. Davor haben wir ein selten lieblos angerichtetes Frühstück im Cafe direkt am Marktplatz verspeist (ich gebe zu: es stand da: "5 Scheiben Ciabatta belegt mit Schinken, Salami, Taleggio" und genau das war es auch. Man könnte auch sagen: Wurst und Käse auf Brot geklatscht. Keine Petersilie, keine Tomate, kein Klecks Crema di Balsamico, einfach: Worscht auf Brot. Nun denn.), dann högscht glamourös Waschmittel und Kindersocken eingekauft (und sehr coole bzw. niedliche T-Shirts für die Jungs ;-)), einen Lego-Auftrag der Jungs erfüllt, dann aber immerhin noch einen Film fürs Abendprogramm ausgewählt, Nagellack gestöbert, des Hübschen Neuentwicklung in einem Highend-Sonnenschutzmittel entdeckt, dann noch durch den Schuhladen gestöbert auf der Suche nach Ballerinas oder so was mit Riemchen und ohne Schleifchen oder Gedöns vorne drauf und eine schwere Entscheidung getroffen: schwarz oder nude (es wurde schwarz, weil nude habe ich schon mehr....und ja, man kann jetzt diskutieren, ob das Ballerinas sind, aber mal ehrlich: wenn man schon gross ist, dann kann man da auch noch eine Schippe drauf legen und das Turniertanztraining über Jahre hinweg, das soll ja auch nicht für nix gewesen sein und überhaupt: ich muss ja jetzt nicht mehr so viel rumlaufen und in den Betrieb und heieieiei, ich freu mich).
Daheim dann wurde Wäsche erledigt, in der Badewanne die wochenlange Nackenverspannung angelöst (ich sags Ihnen: dazu immer wieder Herpesbläschen, Aphten im Mund, das ist bei mir eine wunderbare Kombination an Zeichen, dass es eigentlich zu viel ist. Deswegen: das noch zu schreibende Memo über die maximale Abweichung einer pH-Elektrode im extrem sauren Bereich und die Risikoabschätzung für Edelmetallregeneration aus Mutterlauge, die schreibe ich nicht dieses Wochenende, sondern am Dienstag.), Nachmittagsschläfchen gemacht, Nägel mit der neuen Farbe lackiert, dann kamen auch schon Schwester und Freund. Wir sind über Land Richtung Abendessen gefahren und waren wohl alle recht ausgehungert, neben einem Grosseinkauf (Wein, Frizzante, Spargel) im Bauernladen waren die Salate und Steaks (klassisch allen Genderstereotypen entsprochen, bis zur Getränkeverteilung) im Nullkommanix verdrückt ;-). Auf dem Heimweg gab es dann noch einen kleinen Disput über meine Fahrkünste innerorts und wann man am besten so was anbringt (a) sofort, wenn es einem auffällt b) nie c) nach 11.5 Jahren Ehe, wenn man mit Zeugen im Auto unterwegs ist, weil man sonst das Gefühl hat, man würde bei der kleinsten Kritik mit "Kannst gern zu Fuss heimgehen" aus dem Auto geworfen), aber hey, wir sind ja alle erwachsen und so weit war der Weg auch nicht mehr und es hat auch nicht geregnet ;-).
Daheim haben wir dann noch geschwatzt, frisch importierte Mispeln, Pasteis de Nata und Kirschlikör von der Klassenfahrt nach Lissabon verdrückt, und rausgefunden, dass am nächsten Morgen der Flieger um 10 geht, und nicht wir um 10 aus dem Haus müssen.

Gottseidank sind wir heute dann auch früh genug los, weil vor lauter Konzentration auf mein Fahren innerorts (und auf die Geschichte, die ich grad am Erzählen war) habe ich die eigentliche Ausfahrt zum Flughafen verpasst, die nächste war gesperrt und wir sind einen Riesenrucksack durchs Elsass ausgefahren, bis wir die beiden am französischen Eingang zum Euroairport abliefern konnten. Dementsprechend brauchte ich daheim erstmal noch ein zweites Nickerchen, danach ein zweites Frühstück, dann habe ich so vor mich hingeschrieben, gelesen, Dinge getan, bis der Kärcher Fenstersauger aufgeladen war. Vorgestern habe ich das noch so witzig, hahaha, aufgeschrieben, aber seitdem nagte das "Die Fenster müssten geputzt werden" ganz schlimm an mir. Nun denn: ist also auch erledigt. Irgendwann war es dann soweit und ich hatte echt nix echt dringendes mehr zu erledigen (ich habe sogar den Hübschen für ein Foto seiner neuen Frisur fotografiert),

Bright Skies
so dass ich meinen  Kindle mit neuem Lesestoff aufladen konnte, meinen Gewinn bei Topvintage investieren konnte (ich sags mal so: der Sommer wird bei mir maritim. Blau weiss gestreift vorallem)

und dann auch noch, wie so ein Luxusweib, eine Kosmetiknachbestellung bei Paula`s Choice (ganz grosse Empfehlung) lanciert. Es ist schon komisch, das alles ohne jede Unterbrechung, ohne "Mami, komm schnell, ich muss dir was zeigen", ohne Kuscheln, ohne Quatschmacher und überhaupt, halt so voll erwachsen in Ruhe erledigen zu können. Das Essen (wir haben immer noch Reste vom Grillfest) war dann viel zu viel für uns beide und wir sind es nicht mehr gewohnt, ganze Sätze zu sprechen, ohne unterbrochen zu werden ;-).
Ich würde sagen: bisher läufts ganz gut und morgen können wir sogar richtig ausschlafen, so lang wir wollen!

Samstag, Mai 23, 2015

Wie bestellt

Heute, als Little L. und Little Q. mit den andderen Pfadis und Wölfli ins Pfingstlager aufgebrochen sind, und es an die Einteilung der Gruppen ging (es gibt "schnelle Pfadis", "mittlere Pfadis", gemütliche Pfadis", "schnelle Wölfli", "mittlere Wöfli" und "gemütliche Wöfli"), hat sich Little L. nach den Erzählungen von Q. vom letzten Jahr ("Wir dachten, wir wären schnelle Wölfe, dann ging es aber voll steil bergauf und wir mussten schieben und auf dem Heimweg durften C., A. und ich nich tmehr wählen, sondern mussten bei den langsamen mitfahren und das war echt besser so") zu den eher gemütlichen Wölfliradlern einsortiert. Ohne dass ihn irgendjemand dazu aufgefordert oder darum gebeten hätte, hat sich Little Q. dazugesellt, obwohl er mittlerweile bei den Wölfli zu den Grossen gehört, seine beiden besten Freunde bei den mittleren mitfuhren und er sicher dort auch mithalten hätte können. (Okay, das Mädchen, das er mal heiraten wird und mit dem er mal zwei Kinder haben wird und auch sonst steht schon alles fest, fuhr auch bei den langsamen mit, also könnte das auch noch dazu beigetragen haben).
Es ist ganz selbstverständlich, dass Little L. beim Abschiedsfoto in die Mitte genommen iwrd, er darf mit den "grossen" Jungs im Zelt schlafen, er ist nie der nervige Kleine.
Gestern abend, als Little L. nach dem Unihockey-Training ein wenig bedrückt war, weil er aktuell wohl zum Goalie trainiert wird und da wohl, sagen wir es mal so, noch Entwicklungsspielraum hat und das von seinen Mannschaftskollegen zu hören bekommt, da war Little Q. ernsthaft betroffen, nahm ihn in den Arm und meinte: "Du, weisst Du, Goalie sein, das ist schon schwer. Aber in Wirklichkeit ist es so: wenn die Mannschaft super ist, ist es auch einfach, ein guter Goalie zu sein. Je sclechter die Mannschaft, desto schwerer hat es der Goalie. Und da ist er dann überhaupt nicht allein an jedem Treffer schuld. Das sagst ihnen mal."

Auf der anderen Seite vergöttert Little L. seinen Bruder. Er wird ja ab August seine Erstklasslehrerin erben und als er das erfahren hat, wäre er am liebsten direkt in die Schule, um seinem grossen Bruder das zu erzählen. Er nimmt Hilfe an, ist bereit, von Q. zu lernen und tröstet ihn, wenn er traurig ist.

Ich finde dieses innige, vollkommen neidfreie und konkurrenzfreie Verhältnis der beiden einfach grossartig. Weder der Hübsche noch ich können uns auf die Fahnen schreiben, dass wir da ein wunderbares Vorbild gewesen wären, wir haben mit unserern Geschwistern jetzt zwar mehrheitlich ein tolles Verhältnis, in unserer Kindheit und Jugend aber war (also: ich kann da jetzt ehrlicherweise nur von mir sprechen, aber der Hübsche hat gemeint, bei ihm wäre es auch so gewesen) es davon geprägt, dass man sich ja immer von den Schwestern abgrenzen muss, dass man (also ich) am liebsten jede direkte Vergleichssituation meidet, nur um sicherzugehen, dass die andere nicht am Ende, obwohl jünger, vielleicht doch besser wäre. Es gab zwar schon einen Zusammenhalt unter uns Mädchen, zum Beispiel, als wir damals in trauter Einigkeit versuchten, die demolierte Tür wieder anzukleben, aber in meiner Erinnerung war unser Verhältnis immer von Konkurrenz geprägt. Ich weiss nicht, ob es am Altersabstand liegt/lag: meine nächstjüngere Schwester ist nur 20 Monate jünger als ich und ich habe alles getan, um diesen Altersunteschied herauszustreichen und gegen die "Mei, fast wie Zwillinge"-Manie der Welt anzukämpfen. Der Altersabstand zu den nächsten Schwestern ist mit 6 bzw. 10 Jahren dann so gross, dass ich da als Kind eher Babysittergefühle gegenüber den ganz Kleinen hatte, aber nie auf die Idee gekommen wäre, sie zu Treffen mit meinen Freunden als Gleichberechtigte mitzunehmen. Vielleicht sind die dreieinhalb Jahre zwischen Q. udn L. gerade richtig, dass keiner das Gefühl haben muss, der andere würde ihm "gefährlich", aber trotzdem so, dass ähnliche Interessen bestehen.
Vielleicht ist Little Q. aber auch ein viel netterer grösseres Geschwister als ich es je war (und Little L. nicht so eine Nervensäge, wie meine kleinen Schwestern es waren ;-))

Warum aber letztendlich auch immer: ich finde es grossartig und bin unendlich froh und glücklich, dass wir die beiden und die beiden sich haben.

Jetzt muss ich aber aufhören, meine kleinste Schwester kommt gleich gleich ;-)

Freitag, Mai 22, 2015

Sturmfrei

Morgen fahren bei uns beide Kinder für drei Tage ins Pfingstlager der Pfadfinder. Das stellt mich natürlich vor ungeahnte Herausforderungen: erstens natürlich: Zwei Rucksäcke nach Packlisten packen, so, dass die Kinder auch alles finden könnten, weil wer muss für drei Tage schon Unterwäsche wechseln?, zweitens der bei mir zwar nicht übermässig ausgeprägte Gluckeninstinkt, weil: 12 km mit dem Fahrrad zu einem Lagerplatz im Wald und drei Nächte weg mit Abenteuer und ohne vertraute Erwachsene.... das stelle ich mir für Little L. schon sportlich vor. Er aber nicht und so bin ich auch ganz cool. Also: ich versuche es.
Drittens, und damit habe ich gar nicht gerechnet, bedeutet "Kinder weg" ja auch Erwachsenenprogramm für drei Tage. Und damit es noch ein bisschen komplizierter wird, habe ich anscheinenend meienr Schwester und ihrem Freund versprochen, sie Pfingstsonntag zum Flughafen zu fahren und so kriegen wir morgen schon Erwachsenenbesuch. So kann ich gar nicht das erledigen, was ich mir auf meiner "Eigentlich werde ich ja voll chillen und ausruhen, aber was mache ich dann die restlichen zweieinhalb Tage?"-Liste so unverbindlich schon mal notiert habe, wie Fenster im ganzen Haus putzen, vielleicht das ganze Haus neu streichen, die Gartenmöbel ölen und alle Bücher in den Regalen mal nach Farbe oder Grösse oder Autor oder überhaupt irgendwie ausser "historisch gewachsen" sortieren. Ich stehe also vor der Herausforderung ein Unterhaltungsprogramm für vier Erwachsene, die keine Kinder dabei haben, zu organisieren und es natürlich ausnutzen sollten, dass sie ohne Kinder mal irgendwohin können.
Für Kino ist das Wetter morgen vermutlich zu schön, also werden wir zum Fünfschilling gehen, da wollten wir schon lang mal wieder hin und für alle Fälle hats einen grossen Kinderspielplatz, falls wir uns mal ein bisschen unnütz vorkommen.

Donnerstag, Mai 21, 2015

Bildungsreise

Constanze mozart, geb. weber, ihr cousin carl maria von weber, das klarinettensolo im "freischütz", interpretationen von "der hölle rache", annette von droste hülshoff, keltische sprachwissenschaft, hügelgräber, schengen-abkommen, rüstungskonzerne im wandel der zeit, ein lied, mit yessen text sich nahezu alle wissenschaftlichen experimente, businessprozesse und deviation reports erschöagen lassen ("the scientist" von coldplay): sag einer, man würde auf offsiteworkshops nur lecker essen und es sich gutgehen lassen.
Obiges war nur eine kurzzusammenfassung unserer learnings während der fahrt. Die chemikerbarbie aus der kinderspielkiste im speisesaal ist da noch gar nicht eingerechnet.